Marken, Trends und mehr: 6 Tipps für das Schenken einer Damenuhr

SHOPPING GUIDE


Anders als bei vielen anderen Geschenken handelt es sich bei einer Armbanduhr um ein Präsent von wirklich dauerhaftem Wert - umso wichtiger ist deshalb die Wahl des richtigen Zeitmessers. Oft ist es für die schenkende Person nicht klar, welche Uhr dem Geschmack entspricht und für welche Marke man sich entscheiden soll: Wird etwa ein sportlicher Chronograph für Damen oder doch eine Golduhr mit oder ohne Brillanten bevorzugt? Was sind die besten Damenuhren-Marken? Damit aus der Überraschung zu Weihnachten, Hochzeitstag oder Geburtstag mehr wird als ein „Gut gemeint“, findet ihr hier den ultimativen Guide für das Schenken von Damenuhren.

1. Schenken was einem auch selbst gefällt

Die erste und wichtigste Regel für jedes Geschenk gilt auch bei Uhren: Schenke niemals eine Damenuhr, die nicht dem eigenen Geschmack entspricht. Glücklicherweise muss man dabei nicht gleich über seinen eigenen Schatten springen. Damenuhren sind heute weit vielfältiger als noch vor einigen Jahren. Es existieren mehr und mehr mechanische Uhren und die einst von Gold-und-Blingbling getragene Erfolgsformel ist einem aufmerksamen und bedächtigen Uhrengenre gewichen. Der goldene Leitsatz “Schenke, was auch dir gefällt” kennt natürlich auch Grenzen: Da Damenuhren schließlich keine Männerspielzeuge sind, sollten etwa Spezifikationen wie Wasserdichtigkeit oder Unruhfrequenz und Features a la Heliumauslassventil nicht unbedingt die Entscheidungsgrundlage für die Wahl der passenden Uhr bilden.

2. Sich an Schmuck und anderen Uhren orientieren

Hinsichtlich des Stils der Uhr ist es sinnvoll, sich an Modeaccessoires zu orientieren. Sollte die beschenkte Person keine Uhr besitzen, kann auch Schmuck als Orientierungshilfe dienen. Nicht nur, dass dieser wichtige Stilhinweise geben kann, das zukünftige Uhrengeschenk lässt sich anschließend auch umso besser kombinieren. Und auch für jene Personen, die kaum Schmuck oder Uhren tragen haben wir eine gute Nachricht: Viele Frauen, die sonst meist auf Ohrringe, Halskette und Armreifen verzichten, sind ähnlich wie Männer aufgrund der „Entschuldigung“ der Zeitanzeige durchaus bereit eine Uhr zu tragen. Auch bei der Wahl der passenden Uhr ist man hier nicht unbedingt im Nachteil: Wenn die beschenkte Person selbst kaum Zeitmesser trägt, ist der Geschmack meist noch nicht in eine bestimmte Richtung hin ausgeprägt. Die Wahrscheinlichkeit eines Stil-Fauxpas' bei der Auswahl des Zeitmessers ist somit dementsprechend geringer.
Longines

3. Risiko-Faktoren vermeiden

Wer jemand anderen beschenkt, ist immer gut beraten unnötige Risiken zu vermeiden. Die Herausforderung besteht darin, mit der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit einen Volltreffer zu landen und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit eines kardinalen Fehlgriffs weitestgehend auszuschließen. Außer man weiß um eine Vorliebe für Ausgefallenes, sieht man deshalb am besten von knalligen Formen und Farben ab. Abgesehen vom damit einhergehenden Unsicherheitsfaktor sieht man sich an Dingen, die aus der Reihe tanzen, häufig schneller satt und schließlich will man ja gerade mit einer Uhr etwas Bleibendes schenken. Ein Risiko können auch Uhren mit zweifarbigen Gold-Stahl-Gehäusen darstellen. Besonders in den 80er Jahren in Mode, liegen diese zwar heute wieder im Trend, dennoch haftet Bicolor-Uhren immer noch häufig ein etwas antiquiertes Image an.

4. Passende Größe und Stil finden

Dieser Tage tragen Frauen auch gerne Uhren in Übergröße. Doch außer man weiß über eine bestimmte Größenvorliebe, empfiehlt es sich auch hier nicht grundlos anzuecken. Eine durchschnittlich große Damenuhr hat einen Gehäusedurchmesser von etwa 28 - 33 Millimetern, wobei dies immer auch vom jeweiligen Stil der Uhr abhängt. Ohnehin sollte man sich zunächst fragen, ob die Uhr eher für den Alltag oder vornehmlich für elegante Anlässe gedacht ist. Zudem ist es wichtig, den Kleidungstil der beschenkten Person richtig einzuordnen und dies als Ausgangspunkt für die Wahl der Uhr heranzuziehen. Sportlichere Zeitmesser haben meist einen Durchmesser von mehr als 30 Millimetern und verfügen häufig über eine oder mehrere Zusatzfunktionen neben der Zeitanzeige. Elegante Uhre sind meist etwas zierlicher. Bei ihnen dominieren aufgeräumte Zifferblätter und einfache Formen und Farben. Während sportliche Zeitmesser meist aus Edelstahl gefertigt sind, sind die Gehäuse von eleganten Uhren häufig aus Gold oder vergoldet. Wer sich nicht sicher ist, in welche Stilkerbe die Uhr schlagen soll, dem sei an dieser Stelle noch Folgendes auf den Weg gegeben: Während die Wahl auf eine sportliche Uhr häufig ein gewisses Risiko birgt, findet sich in jedem Damenkleiderschrank das passende Kleid für eine elegante Damenuhr für besondere Anlässe.

5. Marke und Modell wählen

Einige Uhrenmarken haben sich im Laufe ihrer Geschichte ein besonderes Renomée für die Fertigung hochwertiger Damenuhren erarbeitet, wobei zahlreiche Hersteller dem Damenuhrensortiment gegenüber dem Herrenprogramm eine zumindest ebenbürtige Bedeutung beimessen. Mit den Modellen Ballon Bleu, Pasha, Tank und Santos ist hier allen voran der Hersteller Cartier zu nennen. Auch Patek Philippe und Rolex messen seit jeher Damenuhren eine große Bedeutung bei. Während Damenuhren besonders beim erstgenannten Hersteller als eigenständiges Genre interpretiert werden, entsprechen Damenuhren bei Rolex - abgesehen von der Gehäusegröße - häufig weitgehend den jeweiligen Herrenmodellen. Ursprünglich ein Herrenmodell, aber inzwischen bei Damen ebenso beliebt wie bei Herren, ist die zeitlos elegante Reverso von Jaeger-LeCoultre mit ihrem drehbaren rechteckigen Gehäuse. Auch Marken wie TAG Heuer, Longines, Omega und natürlich Bulgari mit seinem Klassiker Serpenti setzen einen Schwerpunkt bei der Fertigung von sportlichen bis eleganten Damenuhren. Ein neuer Impuls geht seit einigen Jahren von Frederique Constant aus: Die Manufaktur bietet Luxusuhren im zugänglichen Preissegment und setzt dabei stark auf Damenuhren im eleganten Stil.
Omega_Constellation

6. Vorkehrungen treffen

Egal ob man sich für einen Online-Kauf übers Internet entscheidet, oder dem lokalen Juwelier vor Ort vertraut, auch nach der Entscheidung für ein bestimmtes Modell sollte man zunächst noch einige Dinge abklären. Wichtig ist es vor allem sicherzustellen, dass das Armband der Uhr eine ausreichende Länge hat. Die Standardlänge entspricht in etwa 19,5 - 21 cm (inklusive Uhrengehäuse) und ist damit relativ großzügig bemessen. Bei Bedarf können natürlich auch weitere Metallglieder bzw. ein längeres Lederarmband bestellt werden. Auch kann bei Metallarmbändern vorab die passende Armbandlänge eingestellt werden, wobei die übriggebliebenen Glieder selbstverständlich mitgeliefert werden. Für den Fall einer möglichen Rückgabe wegen Nichtgefallens sollte der Kauf entsprechend getimt werden, sodass die Uhr rechtzeitig, allerdings nicht bereits Wochen oder Monate im Voraus geliefert wird. Montredo bietet etwa ein 14-tägiges Widerrufsrecht, wobei die Frist mit Erhalt der Uhr beginnt. Hat man sich für eine Uhr entschieden, sollte man deshalb zunächst die Lieferzeit abklären und sicherstellen, dass die Uhr nicht mehr als 2 Wochen vor Überreichung des Geschenks ankommt. Auch vor persönlichen Gravuren sollte man eher Abstand nehmen. Da durch personalisierte Schrift-Botschaften aller Art weitreichende Veränderungen an der Uhr vorgenommen werden, ist es in keinem Fall möglich, die Uhr bei Nichtgefallen zurückzugeben. So oder so, wer die obengenannten Punkte beherzigt, für den stehen die Chancen gut, dass es so weit gar nicht erst kommt.

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