6 besondere Vintage-Heuers & TAG Heuer Factory Visit

HEUER COLLECTOR SUMMIT


TAG Heuer lud kürzlich zu einem ganz besonderen Event: 30 ausgewählte Heueristi wurden zum Firmensitz nach La Chaux de Fonds geladen, um den Prototypen der im nächsten Jahr vorgestellten Heuer Autavia zu präsentieren. Wir nützen die Gelegenheit und werfen einen Blick hinter die breite Fassadenfront des Schweizer Firmensitzes und stellen außerdem 6 seltene Heuer-Referenzen vor. Neben Carreras und Autavias aus den 1960er Jahren findet sich darunter mit dem Mikrograph auch ein mechanischer Chronograph, der Stoppzeiten bis auf die Hundertstelsekunde genau misst.

Besuch von TAG Heuer und 3 Produktionsstätten

Calibre_Heuer_01Gleich zu Beginn des Heuer Collector Summit war klar, dass wir nicht bloß zu einer 30-minütigen Uhrenvorstellung eingeladen wurden. Highlights waren Reden von TAG Heuer CEO und Director der LVMH Group Jean-Claude sowie von Jack Heuer. Das insgesamt zwei volle Tage dauernde Event umfasste außerdem einen Besuch in den einzelnen Produktionsstätten. Neben dem Hauptkomplex in La Chaux de Fonds wurde uns auch die zwei Stunden entfernte Betriebsstätte in Cornol gezeigt, in der jährlich 200.000 Gehäuse produziert werden. Neben TAG-Heuer-Gehäusen wurden dort auch Komponenten für die Schwesternmarke Hublot produziert. Unweit von Cornol lernten wir mit Chevenez einen weiteren Produktionsstandort kennen, wo 50.000 Uhrwerke pro Jahr den Betrieb verlassen. Der Großteil der Produktionsschritte erfolgte maschinell, dennoch wurden zahlreiche Arbeiten nach wie vor von Hand verrichtet.

Heueristi und ihre Uhren: 6 seltene Heuer-Modelle

Auf dem Heuer Collector Summit gab es eine beachtliche Menge an äußerst seltenen Vintage Autavias Ref. 2446 und Ref. 3646 der ersten, zweiten und dritten Generation. Aufgrund der einstigen Nähe zu Breitling, etwa bei der Entwicklung des legendären Calibre 11, verwundert es nicht, dass gleichzeitig zahlreiche frühe Breitling-Modelle zu sehen waren. Heute allerdings, wollen wir den Fokus voll und ganz auf Heuer richten.


1. Heuer Autavia GMT

Heuer_Autavia_GMT_1163Die hier gezeigte Heuer Autavia GMT war vielleicht die beeindruckendste Uhr des gesamten Events. Nicht nur aufgrund der Referenz, sondern vor allem aufgrund des Zustandes. Es handelt sich hier um ein “Tropical Dial”, eine bräunliche Verfärbung des Zifferblattes, die durch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren im Laufe mehrerer Jahrzehnte entsteht. Besonders hervorzuheben ist die Gleichmäßigkeit der farblichen Veränderung und der immer noch ausgesprochen gute substanzielle Zustand des Zifferblattes. Im Inneren der Uhr findet sich ein Calibre 11, eines der ersten Chronographen-Kaliber mit Automatikaufzug. Was dieses Uhrwerk neben seiner Historie besonders macht, ist die links angeordnete Krone sowie der Umstand, dass das Werk von einem dezentralen Mikrorotor angetrieben wird.

2. Heuer Silverstone "Tropical Dial"

Vintage_Heuer_Silverstone_Tropical_Dial_Das “tropical” Zifferblatt dieser Heuer Silverstone war ursprünglich blau, so wie bei der blauen Variante der Heuer Silverstone Neuauflage. Am Zifferblattrand bei 9 Uhr lässt sich immer noch erahnen, wie das Zifferblatt ursprünglich ausgesehen hat. Was die Uhr so faszinierend macht, ist vor allem das Zusammenspiel zwischen braunem Zifferblatt und blauem Rehaut.

3. Heuer Carrera Calibre 15 Blue Dial

Vintage_Heuer_Calibre11_Blue_DialDie meisten Heuer Carreras verfügen über silberfarbene oder auch schwarze Zifferblätter. Seltener sind hingegen blaue Varianten. Wenn die Uhr auch auf Bildern beeindruckt, richtig zur Geltung kommt sie, wenn man sie live vor Augen hat. Beim Uhrwerk handelt es sich um ein Calibre 15.

4. TAG Heuer Mikrograph

TAG_Heuer_MikrographAuch wenn dieser TAG Heuer Mikrograph vergleichsweise groß ausfällt, übt das zweifärbige Zifferblatt mit seinem braunen Kern durchaus einen gewissen Reiz aus. Besonders ist die bis auf die Hundertstel-Sekunde genaue Zeitnehmung, die ganz auf mechanischem Wege erfolgt.

5. Heuer Carrera Black Dial

Vintage_Heuer_CarreraWenn es um Vintage Carreras geht, ist dieses schwarze Zifferblatt bei Sammlern wohl die gefragteste Farbvariante, insbesondere aufgrund der weiß hervorstehenden Totalisatoren. Es sollte sich hier um eine Referenz 2447 handeln.

6. Heuer Skipper Blue Dial

Vintage_Heuer_SkipperDiese Heuer Skipper mit blauem Zifferblatt und mehrfarbigen Totalisatoren gehört wohl zu den schönsten Modellen, die jemals von Heuer gebaut wurden. Die Uhr wurde speziell für den Segel-Sport entworfen und sorgt für eine farbige Abwechslung im häufig von zurückhaltenden Farbtönen bestimmten Vintage-Bereich.

Neben den gezeigten Modellen gab es unter anderem auch eine wunderschöne Carrera mit 18-karätigem Goldgehäuse zu bestaunen, ebenso eine 18k Camaro sowie einen Autavia 1163 Prototypen mit orangefarbenem Zifferblatt, der ausschließlich aus Originalteilen zusammengesetzt wurde.

Heuer Vintage Uhrenwerkstatt

Neben den einzelnen Produktionstätten wurde uns auch eine erst kürzlich eröffnete Vintage-Werkstatt gezeigt. Drei Uhrmacher sind hier "full time" damit beschäftigt, Vintage-Uhrenmodelle zu reparieren, revisionieren und originalgetreu aufzuarbeiten. Heuer offenbarte uns auch seinen Bestand an Vintage-Teilen, wobei hier eine beachtliche Zahl an Zifferblättern, Zeigern und weiteren originalen Komponenten zum Vorschein kam. Natürlich verfügt auch TAG Heuer über ein eigenes Uhrenmuseum, wobei die Anzahl der ausgestellten Exponate seit meinem letzten Besuch deutlich zugenommen hat.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die Einladung bedanken. Nicht zuletzt aufgrund der aufsehenerregenden News einer Neauauflage der legendären Autavia Modellreihe, sorgte der Hashtag #heuercollectorsummit bereits am ersten Tag für einen weltweiten Buzz auf Social Media. Einige Uhrensammler zeigten sich über Social Media enttäuscht darüber, nicht eingeladen worden zu sein, doch was das angeht, werden sich in nächster Zeit mit Sicherheit neue Gelegenheiten bieten.




ÜBER DEN AUTOR


Boris_Pjanic_MontredoContributor

Boris Pjanic

Boris Pjanic hat 1998 angefangen Vintage-Uhren zu sammeln zu einer Zeit, als der Hype von heute noch sehr weit entfernt war. Damals war Pjanic noch wohnhaft in Chicago. Seine Liebe für alte Uhren hat seit Kindesbeinen in ihm geschlummert. Warum weiss er selber nicht. 2008 hat er sein Blog watchesandart.com gegründet, damals noch in Chicago. Seit 2010 handelt er mit Vintage-Uhren in Deutschland.



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