Superluminova - Das Material, das Uhren zum leuchten bringt

8 FACTS


So finster die Nacht, so grell leuchtend das Zifferblatt. Wer die mechanische Uhr bei absoluter Dunkelheit ablesen möchte, kommt um Leuchtzeiger und -indizes nicht umher. Das applizierte Leuchtmaterial Superluminova macht Uhren ganz ohne Zuhilfenahme radioaktiver Strahlung besser ablesbar. Nicht nur deshalb entspricht Superluminova dem aktuellen State of the Art. Wir haben für euch 8 Facts gelistet, die Luminova und das verbesserte Superluminova ganz still und heimlich zur vielleicht nützlichsten Innovation der Uhrenwelt der letzten Jahrzehnte machten.

1. Superluminova ist älter als man denkt

Nachdem zunächst Luminova im Jahr 1998 Tritium als Go-To-Leuchtmasse der Schweizer Uhrenindustrie ablöste, kam nur 2 Jahre später das verbesserte Superluminova auf den Markt. Superluminova, oder genau genommen Superluminova C3, ist eine verbesserte Luminova mit stärkerer Leuchtkraft und wurde innerhalb kurzer Zeit flächendeckend bei Luxusuhren Made in Switzerland eingesetzt. Was viele nicht wissen: Tatsächlich wurde Superluminova bereits in den 1960ern entdeckt. Als Anwendungsgebiet zog man hier jedoch zunächst Bildschirmröhren in Betracht. So kam es, dass der Leuchtstoff erst Jahrzehnte für die Uhrenindustrie eingesetzt wurde.

2. Superluminova ist nicht radioaktiv

Im Unterschied zu früheren lumineszierenden Materialien sind Luminova und Superluminova nicht radioaktiv. Bei gewöhnlichen Tragegewohnheiten sollte selbst von Radium-Uhren keine unmittelbare Gefahr ausgehen. Gerade bei Military Watches spricht jedoch nichts dagegen, die Uhr beim Uhrmacher auf die Intensität der radioaktiven Strahlung zu prüfen. Auch wenn man bei üblichen Tragegewohnheiten von Vintage-Uhren nicht gleich von einer unmittelbaren Gesundheitsgefahr ausgehen sollte, ist es doch ein angenehmes Gefühl keine radioaktiv geladenen Teilchen an seinem Arm zu tragen. Breitling_Avenger_Lume_Shot

3. Man muss es vorher aufladen

Radium und Tritium haben als radioaktiv geladene Stoffe die Eigenschaft, über einen sehr langen Zeitraum zu strahlen. Sie benötigen kein weiteres Aufladen mit Lichtstrahlen, um anschließend ebenjenes Licht wieder abzugeben. Anders als die Vorfahren Radium und Tritium muss man Superluminova vorher mit ausreichend Licht versorgen, damit es anschließend für eine bestimmte Zeit im Dunkeln leuchtet.

4. Leuchtkraft lässt mit der Zeit nach

Da man Superluminova erst mit Lichtstrahlen aufladen muss, richtet sich die Leuchtstärke nach der vorhandenen Menge des abgespeicherten Lichts. Die Folge: Die Emission des Lichts erfolgt nicht linear, sondern mit fortlaufender Dauer mit abnehmender Intensität. Abhängig von der Art des Superluminova-Stoffes und von der Dauer und Intensität der Lichtquelle, der die Uhr ausgesetzt war, kann sich die Leuchtdauer deutlich unterscheiden und von wenigen Minuten bis zu etwa 15 Stunden reichen.

5. Superluminova leuchtet länger als man denkt

Dadurch, dass die Leuchtkraft mit der Zeit immer weiter nachlässt, nähert sich die freigesetzte Energie von Superluminova gegen Ende des Leuchtzyklus quasi asymptotisch der Null. Während also kein Leuchten mehr festgestellt werden kann, leuchtet Superluminova unter der Wahrnehmungsgrenze eigentlich deutlich länger weiter.
Breitling_Navitimer_Lume_Shot

6. Superluminova entlädt elektrisch

Wer bisher der Meinung war, dass aufgrund des bewussten Verzichts eines Batteriebetriebs in der Uhr kein elektromagnetischer Strom vorzufinden ist, dem sei gesagt: Superluminova wird zunächst über die Lichtquelle elektrisch aufgeladen, ehe diese Energie anschließend freigesetzt wird. Wer aus Überzeugung keine Quarzuhren trägt, dem sei es ein Trost: Überall, wo es bewegliche Teilchen gibt, ist auch immer Elektromagnetismus im Spiel. So genommen findet sich in jeder mechanischen Uhr auch elektrische Spannung.

7. Superluminova lässt sich beliebig oft auf- und entladen

Anders als bei einem Akku lässt sich Superluminova beliebig oft auf- und entladen und zeigt auch nach Tausenden von Zyklen keinerlei Abnutzungserscheinungen. Auch in dieser Hinsicht unterscheidet sich Superluminova von Radium und Tritium, welches sich mit der Zeit fortlaufend abbaut. Vor allem bei Tritium Uhren ist aufgrund der im Vergleich zu Radium deutlich kürzeren Halbwertszeit bereits nach einigen Jahren des Gebrauchs ein Nachlassen der Leuchtkraft festzustellen.
Omega_Speedmaster_Dark_Side_of_the_Moon_Lume_Shot

8. Es existieren die unterschiedlichsten Farbvarianten

Superluminova ist nicht gleich Superluminova. Es existieren die unterschiedlichsten Leuchtfarben die von Weiß über Gelb/Beige bis hin zu Grün oder Bläulich reichen. Das Spektrum reicht von Blau und Blauviolett über Blaugrün bis Gelb. Auch rötliche Farbtöne sind möglich. Heutzutage zunehmend beliebt sind hellgelbe bis beige Töne, die verstärkt an Vintage-Uhren und die von Radium- und Tritium ausgelösten Leuchtfarben erinnern sollen.


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