TAG Heuer Calibre 11: Benzin im Blut

5 FACTS


Präzision und Performance in jeder Sekunde – diese Ideale spielen in der Welt der Formel 1 und der Zeitmessung eine gleichermaßen große Rolle. Deswegen gibt es unzählige Uhrenmodelle, die aus dieser Symbiose hervorgegangen sind. Eine der populärsten ist die Monaco von TAG Heuer, die vor beinahe 50 Jahren erstmals vorgestellt wurde und bei Sammlern äußerst begehrt ist. Das trifft besonders auf die unverkennbare und unzählige Male nachgeahmte „McQueen Monaco“ zu.


Der Lärm von röhrenden Motoren und der Geruch von verbranntem Gummi liegen in der Luft, die Motoren heulen auf, das gnadenlose Rennen beginnt: Der legendäre Film „Le Mans“ von 1971 mit Steve McQueen in der Hauptrolle machte mit für damalige Verhältnisse spektakulär geschnittenen Szenen nicht nur auf die Gefahren des noch ursprünglichen Rennsports aufmerksam, sondern stellte auch den Zeitmesser an seinem Handgelenk in den Mittelpunkt – die Monaco Chronomatic Calibre 11 von Heuer. Mit diesem Auftritt unterstrich die Schweizer Luxusuhrenmarke ihre enge Verbindung zur Welt des Motorsports. Diese hatte bereits Anfang der 1960er Jahre mit der Vorstellung der ebenfalls legendären Carrera, die von Jack Heuer entworfen wurde, ihren Anfang genommen und reicht bis in die Gegenwart. Zum Ruhm trugen nicht nur prominente Rennfahrer und Fans der Marke wie Niki Lauda, Jochen Rindt und Jo Siffert bei, sondern auch zahlreiche technische Innovationen, die exklusiv von TAG Heuer für die Zeitmessung im Motorsport entwickelt wurden.


Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengestellt, welche jeder Uhrenfan über die “coolste” Uhr der 1960-er Jahre kennen sollte.

1. Weltpremiere des ersten automatischen Chronographenwerks

Das Calibre 11 war eines der ersten automatischen Chronographenwerke in der Geschichte der UhrmachereiDas Calibre 11 war eines der ersten automatischen Chronographenwerke in der Geschichte der Uhrmacherei.


Das stimmt, und stimmt auch wieder nicht. Das berühmte Chronomatic Calibre 11, aus einer Zusammenarbeit mit Breitling, Leonidas, Hamilton/Büren und Dubois-Dépraz entstanden, wurde zeitgleich mit dem El Primero von Zenith entwickelt, aber etwas später, erst am 3. März 1969 in Genf und New York vorgestellt. So war die Konkurrenz eine Nasenlänge voraus. Das Chronomatic Calibre 11 mit Kulissenschaltung hatte einen Durchmesser von 31 Millimetern und eine Höhe von 7,7 Millimetern. Unter dem Chronographenmodul sorgte ein Mikrorotor für effektiven Antrieb.

Übrigens nahm auch Seiko am Wettbewerb um das erste Chronographenkaliber teil: Die japanische Firma hatte im Jahr 1967 mit der Entwicklung eines automatischen Chronographen begonnen. Die Frage, wer hier wo auf welchem Siegertreppchen steht, lässt sich also nicht eindeutig beantworten.

2. Weltpremiere des ersten quadratischen und dabei wasserdichten Gehäuses


Diese Frage lässt sich jedoch ganz klar mit ja beantworten. Das Gehäuse der Monaco war das erste nicht runde Gehäuse einer Schweizer Uhr, das eine absolute Wasserdichtheit bot. Auch dies eine Sensation, sind eckige Gehäuse doch naturgemäß schwieriger abzudichten. Ein Novum in der Welt der Uhren, in der bis dato nur runde Gehäuse wasserdicht gefertigt werden können, und die Quadratur des Kreises in Sachen Gehäusepräzision. Möglich war diese Innovation durch den Gehäusehersteller Piquerez, der ein neues Dichtungssystem entwickelt hatte. Vier Kerben rasteten in den Gehäuseboden ein und erzeugen durch Spannung Druckfestigkeit.

3. Ein enfant terrible des Designs

1969 schrieb TAG Heuer Uhrengeschichte mit der Monaco.1969 schrieb TAG Heuer Uhrengeschichte mit der Monaco.


Bei ihrem Debüt 1969 in Genf und New York eckt ihr großes quadratisches Gehäuse zunächst sprichwörtlich an den strikten Vorgaben konventionellen Uhrendesigns an. Stoßen sich die Gegner auf der einen Seite am kühnen Erscheinungsbild, schafft sich die Monaco auf der anderen Seite aber auch einen Freundeskreis bei Liebhabern auffälliger Uhren. Ihr erfrischend andersartiges Zifferblatt in metallischem Blau mit knallrotem Chronographensekundenzeiger, roten Indizes und quadratischen Zählern setzt einen neuen Trend, der in Zukunft noch oft kopiert werden sollte.
Bis heute hält die Kultuhr übrigens an diesem markanten Erscheinungsbild fest. Die Neuauflage aus dem Jahr 2005 betont die quadratische Form des Edelstahlgehäuses übrigens noch stärker. Dieses besteht aus drei Teilen, die mit vier Schrauben verschraubt sind. Die beiden Drücker bei 2 und 4 Uhr sind viereckig, die Gehäuseanstöße etwas massiver. Auch hat die aktuelle Version ein Saphirglas im Boden, um das legendäre Kaliber in voller Schönheit zu zeigen.
Dass die andersartige Gestaltung bis heute Anerkennung bei Designspezialisten findet, zeigt, dass die Monaco Calibre 11 erst im Juli 2017 einen Red-Dot-Award in der Kategorie Produktdesign erhalten hat.

4. Weltpremiere Krone links


Um bereits auf den ersten Blick klarzustellen, dass die Monaco ein automatischer Chronograph ist, der nicht von Hand aufgezogen werden musste, entschieden sich die Designer und Uhrmacher des Hauses, die Krone erstmals in der linken Gehäuseseite zu integrieren. Die Platzierung an außergewöhnlicher Stelle ermöglichte nicht nur eine schnellere Bedienung der beiden Chronographendrücker, die auf der rechten Seite verblieben, sondern visualisierte darüber hinaus, dass das innenliegende Uhrwerk sich selbst aufzog.

5. Weltpremiere Sponsoring

Steve McQueen trug die Monaco nicht nur am Set von LeMans, sondern war auch privat ein Fan des ungewöhnlichen Designs.Steve McQueen trug die Monaco nicht nur am Set von LeMans, sondern war auch privat ein Fan des ungewöhnlichen Designs.


Dass die Monaco wie kaum ein zweiter Zeitmesser als Rennfahrer-Uhr par excellence gilt, liegt auch daran, dass Heuer der erste Uhrenhersteller war, der einen Rennfahrer sponserte. Er setzte auf Jo Siffert, einen der besten Fahrer seiner Zeit. Heuer bezahlte ihn angeblich mit Uhren. Ein kluger Schachzug, denn im Film Le Mans trug Steve McQueen dessen Fahrerkluft, auf der prominent das Logo von Heuer prangte.

Klassiker mit Ecken und Kanten


Seit die Monaco 1969 zum ersten Mal über die Ziellinie gefahren ist, ist sie in vielen Ausführungen, einige davon limitiert, erschienen. Statt auf den neuesten Modewellen zu reiten oder kurzlebigen Trends zu folgen, hat TAG Heuer an der ursprüngliche Ästhetik festgehalten. So entstand ein Klassiker des Uhrendesigns, dem die Zeit nichts anhaben kann. Ganz im Gegenteil – über die Jahrzehnte hat die Monaco an Strahlkraft und Wert gewonnen. In technischer Hinsicht am spektakulärsten ist die Monaco V4, die im Jahr 2004 auf der Baselworld die Fachwelt mit ihrer linearen Schwungmasse und Kugellagern verblüffte. Zehn Jahre später präsentierte TAG Heuer erneut avantgardistische Haute Horologerie in einer Monaco V4: das erste riemengetriebene Tourbillon.


Die aktuelle Version aus dem Jahr 2015 knüpft nahtlos an die kantige Schönheit des einstigen Rebells an. Alle typischen Merkmale sind vorhanden: der Durchmesser von 39 Millimetern, die Krone auf der linken Seite, das petrolblaue Zifferblatt mit den beiden quadratischen Zählern, dem Datumsfenster bei 6 Uhr, den horizontalen diamantierten Stundenindexen und dem originalen Heuer-Logo. Um sich vor der faszinierenden Geschichte zu verbeugen, betont die Neuauflage die quadratische Form des Edelstahlgehäuses, das seit 2009 mit einem Saphirglasboden ausgestattet ist, noch stärker. Dieses besteht aus drei Teilen (seit 1998), die mit vier Schrauben verschraubt sind. Die beiden Drücker bei 2 und 4 Uhr sind ebenfalls viereckig, die Bandanstöße, die das stilechte Armband aus perforiertem Kalbsleder fassen, etwas massiver.

Die Legende in zeitgemäßer Version wird vom automatischen Calibre 11 angetrieben. Wie das historische Vorbild trägt das quadratische Gehäuse die Krone auf der linken Seite und umfasst ein blaues Zifferblatt mit roten Elementen.Die Legende in zeitgemäßer Version wird vom automatischen Calibre 11 angetrieben. Wie das historische Vorbild trägt das quadratische Gehäuse die Krone auf der linken Seite und umfasst ein blaues Zifferblatt mit roten Elementen.


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