Top 10 aktueller Dress Watches

ELEGANZ UND UNDERSTATEMENT



In den letzten Jahren hat sich ein neuer Begriff in der Welt der Uhren etabliert: „Dress Watch“. Dieser aus dem englischen Sprachraum entlehnte Ausdruck bezeichnet eine klassische Dreizeigeruhr – eventuell mit Datumsanzeige – mit der man immer und überall eine gute Figur abgibt. Vom Design her minimalistisch und auf das Wesentliche reduziert, ist sie die perfekte Ergänzung zum Anzug, sieht aber auch schick zu Jeans, Chinos und T-Shirt aus. Egal ob in der Oper, bei geschäftlichen Meetings, auf dem Standesamt oder auf einer Party – mit ihr liegt man nie falsch.


Dress Watches sind vielseitig kombinierbar, weil sie stets zurückhaltend in der Wirkung sind und somit die perfekte Ergänzung zum Outfit. Sie verzichten auf jegliches schmückende Beiwerk und konzentrieren sich ganz auf die Funktion, die Zeit präzise, verlässlich und auf einen Blick erkennbar anzuzeigen.


Wir haben hier für Sie eine Liste mit einigen unserer Lieblingsmodellen zusammengestellt. Wie immer erhebt sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Stattdessen möchte Sie als Appetizer Lust auf dieses Thema machen, das vielfältiger ist, als es vielleicht auf den ersten Blick erscheint.


1. Jaeger-LeCoultre Master Grande Ultra Thin

Jaeger-LeCoultre Master Grande Ultra Thin

Die Miniaturisierung der Mechanik zählt seit jeher zu den anspruchsvollsten Aufgabenstellungen der Uhrmacherei, erfordert es doch ein hohes Maß an technischer Expertise und Kunstfertigkeit, den Mikrokosmos Uhrwerk so flach wie möglich zu gestalten. Eine Disziplin, auf die sich Jaeger-LeCoultre schon rein aus Tradition heraus meisterlich versteht und in dieser noblen Linie zu einem Maßstab der Ästhetik erhebt. Die Master Ultra Grande Ultra Thin 40 debütiert in einem nur 8,6 Millimeter hohen Gehäuse, das ebenfalls sehr flache Automatikkaliber 896 birgt. Der Schnellschwinger bewerkstelligt eine Gangreserve von 43 Stunden. Über das die Schlichtheit zelebrierende Zifferblatt mit feinen Stabindizes gleiten zwei schlanke Dauphine-Zeiger für Stunde und Minute.


2. Ulysse Nardin Classical Automatic Date

Ulysse Nardin Classical Automatic Date

Selbst in der Schweiz gibt es nicht viele Uhrenmarken, die auf eine so glanzvolle und von Innovationen geprägte Geschichte zurückblicken können. Damals wie heute bietet die kreative Uhrenschmiede eine aus jedem Blickwinkel faszinierende Kollektion: von anspruchsvollen Minutenrepetitionen, teilweise mit winzig kleinen Jaquemarts-Figuren, die eine Szene auf dem Zifferblatt aufführen, über Ewige Kalender, die sich vor- und rückwärts stellen lassen, und Musikuhren, die auf Wunsch ein komplettes Lied spielen, bis hin zu den gewagtesten Tourbillon-Kreationen und astronomischen Meisterwerken für das Handgelenk. Zudem ist Ulysse Nardin ein Vorreiter auf dem Gebiet der Materialforschung und hat Silizium als innovativen Baustoff innerhalb des Werkes vorgestellt. Ein weiterer, hochinteressanter Aspekt der Manufaktur ist ihr maritimes Vermächtnis, denn der gleichnamige Unternehmensgründer erlangte Berühmtheit dank seiner superpräzisen und verlässlichen Marinechronometer. Im Fahrwasser dieses Erfolges setzt auch die Classical 40 Automatic Date den Kurs. Im sachlich-schlichten Instrumentenstil des Genres präsentiert sich das Zifferblatt mit römischen Ziffern und Eisenbahnminuterie sowie der Kleinen Sekunde bei der Sechs plus integrierter Datumsanzeige. Für Präzision sorgt ein Manufakturwerk, das automatische Kaliber UN-320.


3. IWC Ingenieur Classic

IWC Ingenieur Classic

In ihrer klassischen Dreizeiger-Ausführung zählt die Ingenieur Automatic zu den beliebtesten Zeitmessern der Schaffhauser Manufaktur. Und das will etwas heißen, da sie eigentlich allesamt Kultstatus genießen. Mit 40 Millimetern Durchmesser präsentiert sie sich in der neuen Generation moderat dimensioniert und gibt auch als Dress Watch eine perfekte Figur ab. Trotz der geringen Bauhöhe von nur 10 Millimetern besitzt sie den für die Linie typischen Weicheisen-Innenkäfig zur Magnetfeldabschirmung und eine Wasserdichtheit von 120 Metern. Die markanten Bohrungen in der Glasfassung gehen auf den Designer Gérald Genta zurück und sind neben den stilisierten Blitzen auf dem Zifferblatt das Markenzeichen der Uhrenfamilie, deren Ursprünge in den 1950-er Jahren liegen. Aus der Gegenwart stammt hingegen das Manufakturwerk Kaliber 30110, ein Schnellschwinger mit 42 Stunden Gangreserve.


4. Clé de Cartier Automatic Date

Cle_de_Cartier_Automatic_Date

Mit untrüglichem Stilempfinden gelingt es Cartier immer wieder, Zeitikonen zu schaffen, die sich durch eine kraftvoll-harmonische Linienführung und einen damit einhergehenden, extrem hohen Wiedererkennungswert auszeichnen. Auch die Clé versteht es, Maßstäbe im Bereich des Uhrendesigns zu setzen. Ihr fast architektonisch anmutendes Gehäuse zeigt im Profil eine stromlinienförmige und dabei betont schlanke Silhouette. An der Seite positioniert die Krone, die, dem Namen entsprechend, einem Schlüssel nachempfunden ist. Die markante Form der Krone wird durch einen integrierten Saphirstein noch betont. Das Aufzugselement birgt zudem einen neuartigen Mechanismus, der das Drehen und Einrasten durch ein leises Klicken auch akustisch widergibt. In dieser Ausführung mit Datumsanzeige arbeitet ein echtes Manufakturwerk mit automatischem Aufzug, das Kaliber 1847MC.


5. TAG Heuer Carrera Calibre 5 Automatic

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Wie nur wenige andere Armbanduhren ist der 1963 lancierte Zeitmesser mit dem Motorsport verbunden. Bis heute die erfolgreichste Kollektion der Schweizer Uhrenmarke, bedeutet ihre Name „Rennen“ auf Spanisch und verweist auf das prestigeträchtige, aber auch extrem gefährliche Straßenrennen „Carrera Panamericana“ in Mexiko. In diesem Sinne schwebte Jack Heuer eine alltagstaugliche Armbanduhr für professionelle Rennfahrer vor, die dank extremer Reduzierung und klarer Skalierung intuitiv ablesbar war. Bis heute sind dies die gestalterischen Vorgaben für die unzähligen Auflagen des Erfolgsmodells. In dieser Ausführung zeigt sich die Carrera von ihrer klassischen Seite. Über das silberfarbene oder schwarze Zifferblatt mit Datum bei drei Uhr ziehen facettierte Zeiger mit Leuchtmarkierungen. Dahinter tickt im bis 100 Meter wasserdichten und zeitgemäß proportionierten Gehäuse das automatische Kaliber 5, ein Schnellschwinger mit 38 Stunden Gangreserve.


In this version, the Carrera shows its classical persona in the form of a dress watch. Faceted hands with luminous markers glide over the silver or black dial with date display at three o'clock. It is waterproof up to 100 m. Inside this watch ticks the Calibre 5 with a 38-hour power reserve. The three-hand Carrera is not to be overshadowed by the chronographs in the family.


6. Chronoswiss Sirius Small Second Silver Dial

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Mit ihrem vornehmen Charakter ist die Sirius eine der Erfolgslinien von Chronoswiss. Die Schweizer Marke mit Sitz in Luzern feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen. Wie ein roter Faden zieht sich die Leidenschaft für traditionelle Mechanik durch ihre Geschichte, in der besonders der Armbandregulator, den der Gründer und passionierte Uhrmacher Gerd-Rüdiger Lang in der Mitte der 1980-er Jahre vorgestellt hat. Die Sirius ist hingegen ein Modell der jüngeren Geschichte. Die klassische Dreizeigeruhr mit kleiner Sekunde überzeugt durch eine klare Zifferblattaufteilung und harmonische Proportionen. Das Gehäuse mit 40 Millimetern Durchmesser entspricht der typischen Chronoswiss-Form und trägt eine teilkannelierte Lünette sowie die charakteristische Zwiebelkrone. Die geringe Bauhöhe von nur 10,4 Millimetern unterstreicht die elegante Anmutung. Angetrieben wird die Sirius 40 Small Second vom Chronoswiss-Kaliber C285, das seinen skelettierten Rotor mit Genfer Streifenschliff durch den Saphirglasboden in Szene setzt.


7. Porsche Design 1919 Datetimer Eternity Date

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Mit der 1919 Collection bringt Porsche Design die zeitlose Ausstrahlung der Bauhaus-Schule an das Handgelenk. Damit bezieht man sich auf den legendären Gründer der Marke, Prof. F. A. Porsche, hatte dieser doch die Hochschule für Gestaltung in Ulm besucht. Konzipiert nach dem Vorbild des 1919 in Dessau gegründeten Bauhaus’, gilt sie als eine der international bedeutendsten Design-Hochschulen, die Kunst, Architektur und Handwerk zusammenführt, um eine perfekte Symbiose aus Funktion und Ästhetik zu erreichen. Mit Fokus auf dem Wesentlichen überträgt die 1919 Datetimer Series den funktionalen Anspruch auf die Gestaltung der Armbanduhr. Die charakteristischen Durchbrüche am Bandanstoß und der fließende Übergang zum Armband verleihen dem Modell, das sich als eine Hommage an die zeitlose Eleganz des Porsche 356 aus den 50er-Jahren versteht, eine besondere Leichtigkeit. Das Gehäuse, 42 Millimeter im Durchmesser und wasserdicht bis 100 Meter, ist wie alle Zeitmesser des Hauses aus Titan gefertigt. Als mechanischer Motor fungiert darin das automatische Kaliber Selitta SW 200-1 mit einer Gangreserve von 38 Stunden und einer Datumsanzeige bei vier Uhr, das mit dem hauseigenen „Icon”-Rotor personalisiert ist.


8. NOMOS Glashütte Tangente Neomatik Automatic Small Second

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The Die Tangente war die erste Uhr, die Nomos Glashütte vor über zwanzig Jahren vorstellte. Sie trug maßgeblich zum beispiellosen Erfolg der Manufaktur bei, die heute der größte Hersteller mechanischer Uhren in Deutschland ist. Bis in die Gegenwart gilt das Modell der ersten Stunde, dessen Typographie und Gestaltung von den Vorgaben des Deutschen Werkbunds inspiriert sind, als das Aushängeschild des Hauses. Wurde sie am Anfang von einem Handaufzugswerk, dem Kaliber Alpha angetrieben, ist sie seit 2016 auch Teil der Serie neomatik. Diese wird mit dem automatischen Manufakturwerk DUW 3001 bestückt. Es verfügt über feine Glashütter Merkmale wie die Dreiviertelplatine sowie rhodinierte und mit Streifenschliff verzierte Werksoberflächen. Die bemerkenswerteste Eigenschaft ist jedoch die geringe Bauhöhe von nur 3,2 Millimetern. Dadurch haben die Modelle eine ausgenommen schlanke und elegante Form. Das Kaliber ist zudem mit dem Nomos-eigenen DUW-Reguliersystem für eine verbesserte Ganggenauigkeit ausgestattet. Das macht es chronometerfähig und besonders präzise.