
6 Mythen über die Co-Axial-Hemmung
MYTHEN ENTHÜLLEN
Im Laufe der Jahre hat sich eines kaum verändert: die Funktionsweise einer mechanischen Uhr. In jüngerer Vergangenheit gab es jedoch eine bedeutende Innovation, die sich auf die Hemmung eines Uhrwerk auswirkte.
Die ursprünglich von George Daniels entwickelte Co-Axial-Hemmung vereint die Vorteile einer Ankerhemmung sowie einer chronometer und wird von vielen als die wichtigste Erfindung der Uhrmacherkunst des 20. Jahrhunderts angesehen. Vor diesem Hintergrund stellen wir hier 6 Mythen und Missverständnisse über eine Erfindung vor, die vor allem von Omega bis heute genutzt wird. Neben der Darstellung von Vorteilen und möglichen Nachteilen werden wir auch die Frage beantworten, warum die Neu Co-Axial-Uhrwerke streng genommen nicht antimagnetisch sind.
Mythos 1: In erster Linie verbessert die koaxiale Hemmung die Ganggenauigkeit einer Uhr
Tatsächlich hat die Co-Axial-Hemmung nicht unbedingt Einfluss auf die Ganggenauigkeit einer Uhr. Im Vergleich zur Ankerhemmung, die von fast allen Schweizer Uhrenherstellern verwendet wird, zeichnet sie sich durch eine geringere Reibung zwischen den Hemmungsrädern aus. Dies führt wiederum zu einem geringeren Verbrauch an Schmieröl und macht die Co-Axial-Hemmung weniger anfällig für regelmäßige Wartungsarbeiten.

Mythos 2: Omega hat die Co-Axial-Hemmung erfunden
Als George Daniels in den 1970er Jahren die Co-Axial-Hemmung erfand, war er als freiberuflicher Uhrmacher tätig und stand nicht im Dienst von Omega. Daher kann die Marke nicht für sich beanspruchen, die Co-Axial-Hemmung erfunden zu haben. Omega war jedoch der erste Hersteller, der die Bedeutung dieser Innovation erkannte und schließlich die Rechte daran erwarb. Im Jahr 1999 integrierte Omega die Co-Axial-Hemmung erstmals als Herzstück des Kalibers 2500.
Mythos 3: Omega besitzt die Rechte an der Co-Axial-Hemmung
Tatsächlich sind die Patente für die Co-Axial-Hemmung abgelaufen, und technisch gesehen kann nun jeder Hersteller eine Co-Axial-Hemmung für seine eigenen Zwecke nutzen.

Mythos 4: Die Co-Axial-Hemmung hat im Vergleich zur Ankerhemmung keine Nachteile
Die Co-Axial-Hemmung weist einen aufwendigeren Aufbau auf als die Schweizer Ankerhemmung, da sie ein zusätzliches Hemmungsrad erfordert. In der Uhrmacherkunst gilt als Faustregel, dass einfache Konstruktionen in der Regel die bessere Wahl sind als kompliziertere Mechanismen. Es gibt einen Grund, warum Konstruktionen im Allgemeinen so einfach wie möglich gehalten werden: Mehr Bauteile bedeuten in der Regel eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann etwas kaputtgeht.
Während gelegentlich angenommen wird, dass die frühesten Co-Axial-Uhrwerke anfällig für Defekte waren, gilt die neueste Generation allgemein als sehr zuverlässig. Dennoch sollte man als Besitzer einer Co-Axial-Uhr eines beachten: Der Uhrmacher, der das Uhrwerk wartet, sollte bereits über umfangreiche praktische Erfahrung mit Co-Axial-Uhrwerken verfügen, da deren empfindlichste Teile beim Zerlegen beschädigt werden können. Aus diesem Grund sollten Co-Axial-Uhrwerke generell von autorisierten Omega-Servicepartnern gewartet werden.
Mythos 5: Das Neu Co-Axial 15. Uhrwerk - Uhrwerk vor Magnetfeldern
Auch wenn es aus funktionaler Sicht nicht viel mit der Co-Axial-Hemmung zu tun hat, wird dieUhrwerk 15.000 Gauss oft mit der Co-Axial-Hemmung in Verbindung gebracht. Das liegt ganz einfach daran, dass die antimagnetischen Omega-Uhrwerke nur mit Co-Axial-Hemmungen angeboten werden, genauer gesagt mit der Neu der Master Co-Axial-Uhrwerke.

Mythos 6: Für mehrere koaxiale Modelle gilt eine vierjährige Herstellergarantie
Entscheidend dafür, ob für eine Uhr eine 4-jährige Garantie gilt, ist das Material der Unruhspirale und nicht das Vorhandensein einer Co-Axial-Hemmung. Während für ältere Modelle mit Co-Axial-Hemmung eine 3-jährige Garantie gilt, haben alle Modelle mit einer Silizium-Unruhspirale 4 Jahre. Man könnte meinen, dass dies nicht mehr relevant ist, da es nur alte Modelle betrifft. Die kürzere Laufzeit bei einigen Co-Axial-Modellen ist jedoch nach wie vor relevant für alte Lagerbestände oder gebrauchte Uhren mit einer verbleibenden Garantie. Alle Omega-Modelle mit einer klassischen Schweizer Ankerhemmung verfügen über eine zweijährige Garantie.

Haben Sie Fragen zu diesen Modellen?
Kontaktieren Sie uns


