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Artikel: Rolex Cellini: Die unterschätzte Dresswatch

Rolex Cellini: Die unterschätzte elegante Uhr

Rolex Cellini: Die unterschätzte elegante Uhr

Warum muss man bei Rolex immer an Daytona, Submariner Datejust denken, wenn es doch auch etwas so Außergewöhnliches wie die Rolex Cellini geben könnte? Eine kurze Würdigung einer unterschätzten Kollektion der berühmtesten Uhrenmarke der Welt.

Die italienische Renaissance am Handgelenk

Namensgeber der Kollektion ist der italienische Universalgelehrte Benvenuto Cellini, der sich Mitte des 16. Jahrhunderts als Bildhauer und Goldschmied einen Namen machte. Er war während der italienischen Renaissance tätig, die – ausgehend von Florenz – die architektonische, künstlerische und literarische Weltbühne revolutionierte.

Im Gegensatz zu den meisten Rolex-Uhren jener Zeit, die dem Grundsatz „Form folgt Funktion“ folgten – mit ihren Oyster-Gehäusen und verschraubten Kronen – und eher dazu bestimmt waren, Rekorde zu brechen als Herzen, schlug die Cellini-Kollektion bewusst einen anderen Weg ein. Von Anfang an als reinrassige Dresswatch konzipiert, wurden Aspekte wie Wasserdichtigkeit oder Vielseitigkeit zugunsten der Ästhetik zurückgestellt.

Seine Büste ist auf der Ponte Vecchio in Florenz zu sehen.

Klassisch, markant und zurück zum Klassischen

Heute gilt die Cellini-Kollektion als die klassischste der Marke Rolex, doch das war nicht immer so. Wie so oft bestätigt die Ausnahme die Regel:

Im Gegensatz zur sich nur langsam weiterentwickelnden Cellini-DNA gab es bestimmte Modelle, die wirklich aus der Masse herausstachen. Die King Midas beispielsweise war zwar nach wie vor eine echte Cellini-Uhr, sorgte jedoch mit ihrer kühnen und für Rolex untypischen Formensprache für Aufsehen. Diese Ausreißer gerieten jedoch bald in Vergessenheit.

Und so räumte Rolex nach dieser kurzen Experimentierphase ein, dass die Cellini letztlich zeitlose Eleganz verkörpern sollte. Die Danaos-Modelle, die nach der King Midas auf den Markt kamen, zeigen recht gut, wie der Uhrmacher aus Biel diese stilistische Neuausrichtung umgesetzt hat.

König Midas: ein kurzer Abstecher von Cellini ins Land von Gérald Gentas.

Barack Obama trägt Cellini

In der aktuellen Cellini-Kollektion – vorgestellt auf der Baselworld 2017 – sind die Rolex-Anzuguhren nun in zwei Goldlegierungen und vier Varianten erhältlich: als schlichte Dreizeigeruhr, mit Datum, mit zweiter Zeitzone und Tag-Nacht-Anzeige sowie schließlich mit Mondphase. Keine dieser Komplikationen beeinträchtigt die auffällige Eleganz der Cellini.

Immer 39mm, immer in Weiß Everose gold.

Obwohl (oder gerade weil) die Cellini-Uhren keineswegs den typischen „Rolex“-Charakter haben, gibt es zumindest einen prominenten Träger von Weltklasse: den ehemaligen Präsidenten Barack Obama. Vor allem ein Foto, das ihn und seine Uhr zusammen mit dem ehemaligen Prinzen Harry bei den Invictus Games in Toronto zeigt, schlug in Uhrenforen wie eine Bombe ein:

Der britische Prinz Harry (rechts) und der ehemalige US-Präsident Barack Obama verfolgen am 29. September 2017 bei den Invictus Games in Toronto, Ontario, Kanada, ein Rollstuhlbasketballspiel. REUTERS/Mark Blinch

Um noch einmal auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: Die Cellini positioniert sich als „einfach nur eine elegante Uhr“ mit einem Preis von mindestens 14.200 Euro – ein exklusives Segment, das weit entfernt von Keramiklünetten und Heliumventilen liegt und natürlich nur sehr schwer zu behaupten ist. Wer sich dort behaupten will, muss mit einer perfekten Verarbeitung beginnen, die selbst einen Kenner zum Staunen bringt. Da die Cellini hier jedoch bereits zu kurz greift – ohne auch nur einen Saphirglas , durch den man zumindest das fein filigrane Uhrwerk bewundern könnte –, können wir denen, die lieber Jaeger-LeCoultre, Grand Seiko und andere tragen würden, keinen Vorwurf machen.

Das ist allerdings wirklich schade, denn ansonsten erfüllt die Rolex Cellini alle Kriterien für eine edle und elegante Uhr im Jahr 2020.