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Artikel: Hesalite im Detail: Die Wahl des perfekten Uhrenglases

Alles Wissenswerte über Hesalite: Die Wahl des perfekten Uhrglases

Alles Wissenswerte über Hesalite: Die Wahl des perfekten Uhrglases

Warum könnte eine Uhr mit Hesalite-Glas die richtige Wahl sein? Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick über die Eigenschaften dieses Kunststoffs und beleuchtet, wie er sich von Mineralglas und Saphirglas unterscheidet.

Der wohl berühmteste Vertreter der Marke Hesalite: Die legendäre Omega Moonwatch


Ein Kunststoff – viele Namen: Acryl, Plexiglas, Hesalite

Uhrengläser aus dem Kunststoff „Polymethylmethacrylat“ (PMMA) werden seit den späten 1920er Jahren hergestellt. Auch heute noch wird dieses Material unter der Bezeichnung Acryl in Industrie, Handwerk, Medizin und Kunst verwendet. Auch in der Uhrenindustrie wird Acryl seit vielen Jahrzehnten zur Herstellung von Uhrengläsern verwendet. Andere für dasselbe Material sind Plexi oder Hesalite. In der Folge wird der Begriff „Hesalite-Glas“, der erstmals von Omega geprägt wurde, synonym für alle Gläser aus Polymethylmethacrylat verwendet.


Was sind die Eigenschaften von Hesalit?

Hesalite-Glas ist wesentlich weicher als Mineral- oder Saphirglas daher deutlich kratzempfindlicher. Auf den ersten Blick mag dies wie ein Nachteil erscheinen, doch je nach Situation und Einsatzbereich bietet es auch einige Vorteile: Aufgrund seiner weichen Eigenschaften ist das Glas flexibler, was bedeutet, dass Hesalite wesentlich bruchsicherer ist als Mineral- und Saphirglas. Das Material ist zudem extrem schlagfest. Es kann reißen, splittert jedoch nicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass kleinere Kratzer leicht mit einer Politur entfernt werden können.

Die Lichtreflexe auf dem gewölbten Acrylglas Junghans Meister Agenda 027/4567.00

Hesalite-Glas ist sehr widerstandsfähig und kann bei sachgemäßer Behandlung jahrzehntelang in der Uhr seinen Dienst tun. Aufgrund seiner Materialeigenschaften reflektiert Hesalite kein Licht und benötigt – im Gegensatz zu Saphirglas keine Antireflexbeschichtung. Dadurch wirkt das Zifferblatt klarer und deutlicher. Gläser aus diesem Kunststoff verleihen Uhren zudem einen gewissen Vintage-Charakter, was natürlich Geschmackssache ist und nicht immer zum Gesamtcharakter bestimmter Uhren passt.

Ein weiterer Vorteil von Hesalite-Gläsern ist, dass sie kostengünstig und einfach zu montieren sind. Acrylglas ein Acrylglas ausgetauscht Acrylglas , können die meisten Uhrmacher dies kostengünstig und unkompliziert erledigen.


Was sind die Vorteile einer Uhr mit Hesalite-Glas?

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich Uhren mit Hesalite-Glas immer wieder als die richtige Wahl für nahezu jede Situation und Aktivität bewährt. Sir Edmund Hillary trug während seiner legendären Everest-Expedition im Jahr 1953 eine Rolex Oyster Perpetual mit Kunststoffglas. Im Jahr 1969 begleitete die Omega Speedmaster Moonwatch (mit der Referenz „ST 105.012“) Buzz Aldrin sogar zum Mond und zurück, ausgestattet mit dem legendären Kaliber 321.

Damals wie heute ist dieser Klassiker mit Hesalite-Glas ausgestattet. Mit der sogenannten EVA-Zertifizierung (Extravehicular Activity) ist die Moonwatch sogar für Außenbord-Anwendungen im Weltraum geeignet. Theoretisch kann Hesalite-Glas sogar für Taucheruhren verwendet werden, vorausgesetzt, es wird ein besonders dickes und damit widerstandsfähiges Glas verwendet. Dennoch ist der Einsatz von Acrylglas für Taucheruhren heute eher ungewöhnlich, da es im Vergleich zu Saphirglas eine allgemein höhere Wasserdurchlässigkeit aufweist.

Hesalit und Saphirglas im Vergleich – aber welches ist welches?

Fazit

Wer bisher davor zurückgeschreckt ist, eine Uhr mit Hesalite-Glas zu kaufen, weil es nicht robust genug oder nur bedingt alltagstauglich war, kann beruhigt sein: Hochwertige Uhren mit Hesalite-Glas halten fast allem stand. In einigen Materialeigenschaften, wie Bruchfestigkeit und geringer Lichtreflexion, sind sie Mineral- oder Saphirgläsern sogar überlegen. Darüber hinaus verleihen sie bestimmten Uhren einen besonders coolen Vintage-Charme und punkten mit geringeren Anschaffungs- und Reparaturkosten.



ÜBER DEN AUTOR


Sebastian Swart

Sebastian Swart begeistert sich seit über 20 Jahren für hochwertige Uhren. Sein Wissen hat er sich autodidaktisch angeeignet. Er ist zudem aktives Mitglied zahlreicher Uhrenforen und arbeitete als Marketingexperte in verschiedenen renommierten Berliner Agenturen.