
10 typische Anfängerfehler beim Sammeln von Uhren
Anfänge sind immer magisch, und das gilt ganz besonders für den Beginn einer langjährigen Leidenschaft für Uhren. Doch in dieser Anfangszeit gibt es auch einige Fallstricke, in die selbst gut gemeinte Neulinge unweigerlich tappen – und von denen manche einen jahrzehntelang in einer Art somnambulen Verleugnung gefangen halten können. Es wird zwangsläufig einiges passieren, aber wenn Sie immer noch fest entschlossen sind, ein Uhren-Nerd zu werden, stellen wir Ihnen hier zur Vorbeugung zehn Fallstricke vor, die Anfängern häufig im Weg stehen.
1. Das kaufen, was anderen gefällt
Es ist verständlich, dass man für die Ansichten und Meinungen von Uhrenexperten empfänglich ist, und das gilt besonders für unerfahrene Neulinge. Aber Vorsicht! Viele, die vor dir da waren, haben es versäumt, einen eigenen Geschmack zu entwickeln, und schwimmen seit vielen Jahren lediglich mit dem Strom. Uhrenvideos mit besonders hohen Aufrufzahlen zeigen meist die eine oder andere „Uhrenikone“, die von den Kommentatoren hochgelobt wird. Und auch wenn das sehr überzeugend wirken kann, solltest du letztendlich eine Uhr nur für eine Person kaufen: für dich selbst.
2. Rund um die Uhr auf der Suche
Höchstwahrscheinlich wirst du dich schnell in Uhren verlieben, die einfach außerhalb deiner finanziellen Reichweite liegen, und während du sparst und knauserst, werden mit Sicherheit günstigere Uhren auftauchen, die dich mit ihrer Erschwinglichkeit und ihrer Ähnlichkeit mit dem Objekt deiner wahren Begierde in Versuchung führen. Doch diese Käufe werden dich immer weiter zurückwerfen, bis zu dem Punkt, an dem du diesen wahren Wunsch vielleicht nie erfüllen kannst. Besser, du sparst und genießt die Vorfreude!!
3. Zu viele Uhren zu schnell kaufen
Gerade in der anfänglichen Euphorie dieses Hobbys kann es passieren, dass man ein wenig über die Stränge schlägt und zu schnell zu viele Uhren kauft. Oft müssen diese unüberlegten Erstanschaffungen später wieder verkauft werden – entweder, um durchdachtere Käufe zu finanzieren, oder einfach, weil sie einem nicht mehr gefallen. Wir sind alle verrückt nach Uhren, aber wenn du gerade erst anfängst, versuche einfach im Hinterkopf zu behalten: Weniger ist oft mehr.
4. Den Listenpreis bezahlen
Beim Kauf von fast allem, und besonders beim Kauf von Uhren, sind die Preise selten in Stein gemeißelt. Preisvergleiche sind der richtige Weg – informiere dich also darüber, mit welchem Rabatt du rechnen kannst, und scheue dich nicht, danach zu fragen. Bei Montredo musst du nicht einmal fragen – die Rabatte sind bereits eingepreist.
5. Uhren blind kaufen
Uhren im Internet können manchmal ganz anders aussehen als in natura. Außerdem sieht nicht jede Uhr an jedem Handgelenk gleich aus. Wenn Sie sich anhand eines Bildes auf dem Bildschirm einfach nicht sicher sind, ist es besser, die Uhr nach Möglichkeit tatsächlich in die Hand zu nehmen und sie selbst am Handgelenk anzuprobieren. Lieber eine etwas verzögerte Freude als eine potenziell große Enttäuschung.
6. Der Kauf von Hommage-Uhren
Es gibt eine riesige Auswahl an sogenannten „Hommage-Uhren“, also Uhren, die kein eigenes, originelles Design haben, sondern bekannten Uhrenklassikern nachempfunden sind – insbesondere solchen, die besonders beliebt und schwer zu bekommen sind. Man könnte sagen, dass es sich dabei um nichts anderes als Fälschungen handelt, die so gut wie jedes Detail des Originals kopieren, mit Ausnahme des Logos. Natürlich sind Hommage-Uhren völlig legal. Ihr eigentliches Problem besteht vielmehr darin, dass sie vorgeben, etwas Andere zu sein, als sie tatsächlich sind. Es ist besser, ein Original zu kaufen, als sein Geld für einen Nachahmer zu verschwenden.
7. Marketingfallen
Es gibt viele Uhrenhersteller, deren Geschichte angeblich Jahrhunderte zurückreicht – angesehene Häuser, die in Werbung und Marketing scheinbar nie müde werden, ihre eigene große Tradition zu betonen. Es ist nicht ungewöhnlich, bei genauerer Betrachtung festzustellen, dass einige dieser einst ehrwürdigen Uhrenhersteller heute nichts anderes als ein Name sind und dass die Uhren selbst im Fernen Osten hergestellt werden (was an sich nicht unbedingt schlechte Qualität bedeutet).
8. Uninformiert kaufen
Informieren Sie sich gründlich, bevor Sie kaufen! Das Internet ist voll von Testberichten und Videos zu fast jeder bekannten Uhr – Berichte, die Ihnen helfen, einen potenziellen Kauf immer klarer einzuschätzen. Das kann Ihnen definitiv dabei helfen, Fehlkäufe und schlechte Kaufentscheidungen zu vermeiden. Aber selbst wenn Sie mit allen Fakten und subjektiven Meinungen gewappnet sind, sollten Sie letztendlich immer einfach das kaufen, was Ihnen gefällt!
9. Uhren als Kapitalanlage kaufen
Es gibt immer wieder Berichte darüber, wie gut sich Uhren als Kapitalanlage eignen. Tatsächlich sind Uhren jedoch keine Gut Kapitalanlage, und die wenigen, die tatsächlich an Wert gewinnen, sind zum Listenpreis so gut wie unmöglich zu bekommen. Kaufen Sie Uhren, an denen Sie Freude haben! Denn was macht schon eine Uhr für einen Spaß, die jahrelang nur im Safe vor sich hin vegetiert?
10. Modeuhren
Wir waren alle einmal jung und mittellos, und für viele von uns schien eine Modeuhr mit Uhrwerk der ideale Einstieg in die Welt der Luxusuhren zu sein. Man sollte Daniel Wellington und Co. daher nicht komplett verteufeln. Aber es bleibt die Tatsache: Solche Uhren sind hoffnungslos überteuert. Die Quarzwerke sind oft nur ein paar Euro wert, und alles andere wird zu einem Bruchteil des Endpreises hergestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Designs oft alles andere als originell sind. Man könnte sich hingegen bei traditionellen Uhrenherstellern das echte Original zulegen, das selbst mit unglaublichen Automatikwerken vielleicht gar nicht viel teurer ist. Wenn Mode-Quarzuhren für viele das „Einstiegsdroge“ in die Uhrensucht sind, sollte man besser gleich zum „harten Zeug“ greifen.


