
Das ABC der Kalenderuhren: Welche Arten gibt es?
Der Kalender ist zweifellos eine der beliebtesten Komplikationen überhaupt, nicht zuletzt dank seiner großen Nützlichkeit. Neben der Uhrzeit ist das Datum die Information, die man im Alltag am häufigsten zur Hand haben muss. Dennoch gibt es eine riesige Bandbreite an Kalendern, die von relativ einfachen bis hin zu technisch äußerst beeindruckenden Modellen reicht.
Wir haben die fünf gängigsten Kalendermechanismen (in aufsteigender Komplexität) zusammengestellt und gehen kurz auf ihre wichtigsten Merkmale ein. Lassen Sie uns gleich einsteigen.
Einfacher Kalender
Der einfache Kalender ist – wenig überraschend – recht simpel und daher am häufigsten in mechanischen Uhren zu finden. In der Regel befindet sich das Datumsfenster bei 3 Uhr, unter dem sich eine runde Datumscheibe mit den Zahlen von 1 bis 31 dreht. Da der einfache Kalender nicht zwischen Monaten mit 30 oder 31 (geschweige denn 28) Tagen unterscheidet, muss er nach jedem Februar, April, Juni, September und November nachgestellt werden.

Kurz gesagt: Der einfache Kalender zeigt nur das Datum des Monat an und muss fünfmal im Jahr korrigiert werden.
Vollkalender
Der Vollkalender (auch Komplettkalender oder Dreifachkalender genannt) erfordert ebenso viele manuelle Korrekturen wie der einfache Kalender. Der Unterschied liegt jedoch in einer ausgefeilteren Anzeige: Zusätzlich zum Datum zeigt ein Vollkalender auch den Monat und den Wochentag an. (Häufig wird ein Vollkalender auch in Kombination mit einer Mondphase verwendet.)

Kurz gesagt: Ein Vollkalender erweitert den einfachen Kalender um die Anzeige Monat Monat und Wochentag (und manchmal um eine Mondphase).
Jahreskalender
Der Jahreskalender ist der erste Kalender in dieser Liste, der sozusagen über ein „mechanisches Gedächtnis“ verfügt und den Unterschied zwischen Monaten mit 30 und 31 Tagen (mit Ausnahme des Februars) berücksichtigt. Daher muss nur einmal im Jahr, Ende Februar, eine Korrektur vorgenommen werden.
Jahreskalender">Tl;dr: Eine Uhr mit Jahreskalender muss nur einmal im Jahr korrigiert werden, und zwar Ende Februar.
Vierjahreskalender
Der Vierjahreskalender (auch als semi-perpetualer oder Vierjahreskalender bezeichnet) ist eine Weiterentwicklung des Jahreskalender und ein Kompromiss zum nachfolgenden Kalender. Bei regelmäßigem Tragen läuft ein Vierjahreskalender vier Jahre lang korrekt, ohne dass der Träger eingreifen muss. Erst wenn ein Schaltjahr mit 366 Tagen auftritt, d. h. wenn es einen 29. Februar gibt, muss der Kalender manuell nachgestellt werden. Anders ausgedrückt: Die kürzere Dauer des Februars, die der Jahreskalender außer Acht lässt, wird bei Vierjahreskalendern berücksichtigt.

Kurz gesagt: Vierjahreskalender müssen nur alle vier Jahre manuell korrigiert werden, nämlich wenn ein Schaltjahr auftritt.
Ewiger Kalender
Das Beste kommt zum Schluss: Ewige Kalender stellen die Spitze der Pyramide dar. Ein Ewiger Kalender ist intelligent genug, um zu erkennen, wann ein Monat nur 30 Tage hat oder wann ein Schaltjahr eintritt. Auch wenn Vollkalender und ewige Kalender auf den ersten Blick ähnlich erscheinen mögen, gehören letztere aufgrund ihrer unglaublichen Komplexität zu den fünf „Grande Complications“. Es muss jedoch angemerkt werden, dass fast alle mechanischen ewigen Kalender auf dem Markt im ersten Jahr von drei von vier Jahrhunderten noch eine kleine Korrektur benötigen, da das zugrunde liegende gregorianische Kalendersystem immer noch nicht zu 100 % präzise ist (obwohl es zugegebenermaßen verdammt nah dran ist).
Kurz gesagt: Der Ewiger Kalender, die höchste Disziplin unter den Armbanduhrkalendern, berücksichtigt alle Monate unterschiedlicher Länge sowie Schaltjahre. Er muss bis zum Jahr 2100 nicht manuell korrigiert werden.



