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Artikel: Die 10 besten Uhren, die Grenzen überschritten haben

Top 10 Watches That Have Exceeded Limits

Die 10 besten Uhren, die Grenzen überschritten haben

HÖHER, WEITER, TIEFER


„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Sprung für die Menschheit“ ist wahrscheinlich das berühmteste Zitat in der Geschichte der Raumfahrt. Die Omega Speedmaster war mit von der Partie und wurde zur ersten Uhr auf dem Mond. Doch die Abenteuer der „Speedy“ bei der Apollo-11-Mission sind nur eines der berühmtesten Beispiele für eine Reihe gewagter Rekordversuche, bei denen Luxusuhren oft weit mehr waren als nur eine Fußnote in der Geschichte der Zeitmesser.


Pionier der Lüfte – Cartier Santos

Im Jahr 1904 gab der Luftfahrtpionier Alberto Santos Dumont bei seinem Freund Louis Cartier eine Uhr in Auftrag. Er wünschte sich einen Zeitmesser, der am Handgelenk getragen wurde, anstatt in der Tasche zu stecken. Diese Armbanduhr vereinfachte das Ablesen der Zeit erheblich, da er seine Hände nicht von den Flugsteuerungen nehmen musste. Am 12. November 1906 legte Alberto Santos Dumont, während er eine Cartier trug, eine Flugstrecke von 200 Metern in 21,5 Sekunden zurück. Dies war der erste von der Fédération Aéronautique Internationale anerkannte Flugweltrekord und eine bahnbrechende Leistung in der Ära der großen Luftfahrtpioniere. Von diesem Tag an blieb er bei all seinen zukünftigen Weltrekordversuchen seiner Cartier treu und trug maßgeblich dazu bei, die Armbanduhr zu einem unverzichtbaren accessory für den modernen Mann zu machen.

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Lindberghs Favorit – Longines

In den 1920er Jahren war Longines einer der führenden Hersteller hochwertiger Sport- und Fliegeruhren. Im Jahr 1927 brachte das Unternehmen eine von Philip van Horn entwickelte Uhr auf den Markt, die sich mit Funkzeitsignalen synchronisierte, die für die Flugnavigation auf die Sekunde genau waren. Dank der Handwerkskunst der Hersteller aus St. Imier konnte auch die Dauer des ersten Solo-Flugs über den Atlantik gemessen werden. Für seinen Beitrag zur Luftfahrtgeschichte benötigte Charles Lindbergh insgesamt 33 Stunden und 30 Minuten. Kurz nach seiner berühmten Leistung beauftragte er Longines mit der Herstellung einer von ihm persönlich entworfenen Uhr, die im Wesentlichen eine Weiterentwicklung der Longines Weems darstellte. Die Lindbergh Hour Angle Watch vereinfachte die Bestimmung des Längengrads während des Fluges und wird seitdem als Instrument in der Luftfahrtnavigation eingesetzt. Nach einer jahrzehntelangen Pause bringt Longines seit 1987 Neu Kollektionen der Lindbergh Hour Angle Watch auf den Markt. Das hier gezeigte Modell stammt aus dem Jahr 1989.

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Bis ans Ende der Welt – Zenith Chronograph

Kaum eine Andere Marke war bei so vielen waghalsigen Rekordversuchen ein so treuer Begleiter wie Zenith. Der berühmte Entdecker und Abenteurer Roald Amundsen trug bei seinen beiden Expeditionen zum Nord- und Südpol einen ZenithChronograph. Ein Jahrhundert nach Amundsens Südpol-Expedition gelang es dem schwedischen Entdecker Johan Ernst Nilson als Erstem, allein und ohne motorisiertes Fahrzeug von Pol zu Pol zu reisen. Ganz in den Fußstapfen von Roald Amundsen trug auch er auf seinen Reisen zum Anfang und zum Ende der Welt einen ZenithChronograph als seine bevorzugte Uhr.


Allein über den Ärmelkanal – Zenith

Der Ärmelkanal war schon immer einer jener Orte in Europa, an denen wagemutige Abenteurer Grenzen überschritten haben. Nur wenige Jahre nach der Entwicklung der Armbanduhr, die ursprünglich von Alberto Santos Dumont angeregt wurde, war es für Piloten bereits zur Selbstverständlichkeit geworden, eine Armbanduhr zu tragen. Letztendlich war Louis Blériot für den Ärmelkanal das, was Charles Lindberg Jahre später für den Atlantik war. Er schnallte sich eine Zenith-Uhr ums Handgelenk, als er als erster Mensch überhaupt von Calais nach Dover flog. Es ist bemerkenswert, dass die beachtliche Strecke von 40 Kilometern weniger als drei Jahre nach Santos Dumonts bahnbrechendem 220-Meter-„Sprung“ und 18 Jahre vor Lindberghs erstem Transatlantikflug bewältigt wurde. Dies verdeutlichte eindrucksvoll den rasanten technologischen Fortschritt in der Ära der ersten Piloten zu Beginn des 20. Jahrhunderts.


Erste Uhr im Weltraum – Poljot Sturmanskie

Hin und wieder wird behauptet, eine TAG Heuer-Stoppuhr sei angeblich die erste von Menschenhand geschaffene Uhr im Weltraum gewesen. Doch wie es sich für einen Kosmonauten unter sowjetischer Flagge gehörte, trug Juri Gagarin eine Uhr aus östlicher Produktion aus der Zeit des Kalten Krieges. Im Wettlauf gegen die Vereinigten Staaten läutete er eine völlig Neu Ära der Raumfahrt ein. Während seines historischen zweistündigen Fluges machte der Sohn eines russischen Bauern eine Poljot Sturmanskie zur „ersten Uhr im Weltraum“ und lieferte den empirischen Beweis dafür, dass Uhren in der Schwerelosigkeit einwandfrei funktionieren. Es war eine „Sturmanskie“ und keine Stoppuhr, die als erste die Grenzen des Kosmos erreichte. Auf der Suche nach einer robusten und präzisen Uhr entschied sich die NASA für eine Stoppuhr, die John Glenn auf dem ersten bemannten Raumflug begleitete – und so wurde sie zur ersten Uhr aus Schweizer Fertigung im Weltraum.

Den
Elementen trotzen – Rolex Oyster

Eines der besten Beispiele dafür, wie untrennbar ein Pioniergeist mit dem Namen einer Uhr verbunden ist, war der offizielle Versuch der Britin Mercedes Gleitze, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Diese junge Britin trug eine Rolex Oyster um den Hals, als sie versuchte, die 34 km lange Strecke zwischen Großbritannien und Frankreich zu überwinden. Auch wenn sie nach mehr als 8 Stunden aufgrund der eisigen Wassertemperatur scheiterte, war dies für den Rolex-Gründer Hans Wilsdorf ein entscheidender Moment. Es zeigte sich, dass das Oyster-Gehäuse unter extremen Bedingungen vollkommen wasserdicht war. Einen Tag nach ihrem Rekordversuch schaltete Wilsdorf eine Anzeige in der „Daily Mail“, in der er die Rolex Oyster als „die Wunderuhr, die den Elementen trotzt“ pries.

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Die Faszination der Tiefe – Blancpain Fifty Fathoms

Rekordbrüche lassen sich nicht immer nur anhand einer bestimmten Statistik definieren. Jacques Cousteau, der wohl berühmteste Ozeanograph und Unterwasser-Dokumentarfilmer, reiste buchstäblich zu den tiefsten Punkten des Ozeans, wo noch kein Mensch zuvor gewesen war. Bei der Zeitmessung verließ er sich auf seine Blancpain Fifty Fathoms. Sie gilt als die erste moderne Taucheruhr, die mit einer gerändelten, einseitig Drehbare Lünette sowie leuchtenden Ziffern und Indizes ausgestattet war. In ihrer ersten Ausführung verfügte sie über ein Gehäuse, das bis zu 50 Fathoms (etwa 94 Meter) wasserdicht war.

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Die erste Uhr auf dem Mond – Omega Speedmaster

Die berühmte Apollo-11-Mondmission konnte sich rühmen, die erste Uhr hergestellt zu haben, die den Mond erreichte (und das hat sie tatsächlich auch). Was viele nicht wissen: Die Uhr in der Kapsel fiel aus, kurz bevor Neil Armstrong ausstieg, um als Erster einen Fuß auf die staubige Mondoberfläche zu setzen. Er hatte seine Speedmaster bereits abgenommen und sie mit Klebeband am Cockpit des bemannten Mondfahrzeugs befestigt. Daher war es eigentlich Buzz Aldrin und nicht Neil Armstrong, der die Omega Speedmaster zu der Legende machte, die sie heute ist. Einige Jahre später war es ebenfalls eine „Speedy“, die die vom Unglück verfolgte Apollo 13 vor einer totalen Katastrophe bewahrte. Als alle Bordinstrumente ausfielen, diente die Uhr als Navigationsinstrument, um den Rückflug zur Erde zu zeitlich zu steuern. Omega wurde von der NASA mit dem Snoopy Award für seinen Beitrag zur Weltraummission und seine Verdienste bei der Rettung der Besatzung geehrt.

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Schneller als die Schallgeschwindigkeit – Zenith El Primero

Finanziert von Rot Bull trug Felix Baumgartner bei seinem Stratosphärensprung eine El Primero Stratos. Seitdem verwendet Zenith den Slogan „Die erste Uhr, die in einer raumnahen Umgebung die Schallgeschwindigkeit durchbrochen hat“ für seine Werbung. Tatsächlich wurden gleich mehrere bedeutende Rekorde gebrochen, die alle zu Recht ihre eigenen Werbeslogans verdienen, z. B. begleitete eine El Primero Stratos den Basejumper auch beim höchsten/längsten freien Fall sowie beim höchsten jemals aufgezeichneten bemannten Ballonflug.


So tief wie der Marianengraben – Rolex Oyster Deep Sea Special

In rund 11.000 Metern Tiefe unter dem Meeresspiegel, dem tiefsten bekannten Punkt der Weltmeere, erreichten Jacques Piccard und Don Walsh 1960 den Grund des Challenger-Tiefs. Ein spezielles Oyster-Modell, die Deep Sea Special, war am Rumpf der „Trieste“ der US-Marine befestigt. Damit wurde die Leistungsfähigkeit der Handwerkskunst des Schweizer Herstellers in extremen Meerestiefen unter Beweis gestellt. Ein halbes Jahrhundert später stand Rolex im Mittelpunkt des Geschehens. Der Abenteurer und Filmregisseur James Cameron („Titanic“, „Avatar“) tauchte zum Grund des Marianengrabens, 500 km südwestlich der Insel Guam. Die Belohnung: eine Sammlung von Daten und Filmmaterial aus einer Welt, die der Menschheit völlig unbekannt und unerforscht war. Diese historische Tauchexpedition zum Challenger Deep sowie das Stratos-Projekt sind sicherlich nicht die letzten in einer langen Reihe von Abenteuern, bei denen auch eine Luxusuhr mit an Bord war. Die Beteiligung der Zeitmessung ist nicht nur eine Frage des Prestiges, sondern auch der Bewahrung des Erbes.

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