Louis Moinet – Das Genie hinter der weltweit ersten Chronograph (Video)
„In unseren Uhren möchten wir drei Werte zum Ausdruck bringen: Uhrmacherkunst, Astronomie und Kunst.“ – Jean-Marie Schaller, Gründer und Kreativdirektor von Louis Moinet
In der aktuellen Folge von MEET THE MANUFACTURER reisen wir in eine idyllische Gegend am Neuenburgersee in der Schweiz. Jean-Marie Schaller, CEO und Kreativdirektor, und sein Uhrmacher gewähren uns spannende Einblicke in die Welt von Louis Moinet und lassen uns einen Blick in ihre exklusive Uhrenmanufaktur in Saint-Blaise werfen.
Louis Moinet
Louis Moinet, Namensgeber der heutigen Marke, wurde 1768 in Frankreich geboren. Schon in jungen Jahren verbrachte er seine Freizeit bei einem Uhrmachermeister und wurde in die Haute Horlogerie eingeführt – so war es nur eine Frage der Zeit, bis aus dem Schüler schließlich der Meister wurde.

Im Alter von 20 Jahren begann der junge Moinet, durch Europa zu reisen, um seiner Leidenschaft für Ästhetik und anspruchsvolle Künste nachzugehen. Auf seiner Reise, bei der er in Italien studierte und verschiedene einflussreiche Uhrmacher in der Schweiz traf, vertiefte er sein uhrmacherisches Wissen weiter, bevor er schließlich wieder in sein Heimatland zurückkehrte.
Das Wunderkind der Uhrmacherkunst
Nach seiner Rückkehr nach Frankreich freundete er sich 1811 mit einem weiteren außergewöhnlich begabten Experten auf seinem Gebiet an, nämlich Abraham Louis Breguet. Die beiden Uhrmacher verbrachten mehr als ein Jahrzehnt miteinander, und gerade während dieser gemeinsamen Schaffensphase gelang Moinet etwas wahrhaft Erstaunliches: Im Jahr 1816 entwickelte er den weltweit ersten Chronograph, der von Guinness World Records anerkannt wurde, was ihn zweifellos zu einem der größten Uhrmacher aller Zeiten machte.

Seine Erfindung trug den Namen „compteur de tierces“ (Drittel-Zeitmesser) und wies einige bahnbrechende Merkmale auf, wie beispielsweise die Messung eines Sechzigstelsekundenanteils und eine beispiellose Schwingungsfrequenz von 216.000(!) Schwingungen pro Stunde. Um dies in die richtige Perspektive zu rücken: Die meisten modernen Armbanduhren schlagen in der Regel mit 28.800 Schwingungen pro Stunde. Moinet, der diesen ersten Chronograph ursprünglich zur Zeitmessung des Laufs von Sternen und Planeten entworfen hatte, gilt daher zu Recht als Vater der Hochfrequenz-Zeitmessung.
Moinets herausragende uhrmacherische Fähigkeiten waren keineswegs ein gut gehütetes Geheimnis, und die Kunde von seinem Talent verbreitete sich rasch. Zu seinem Kundenkreis zählten schließlich einige der bedeutendsten Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts, darunter König Georg IV. von England, Napoleon und Thomas Jefferson.
Der Übergang ins 21. Jahrhundert
Dank Jean-Marie Schiller kann der Geist von Moinet glücklicherweise weiterleben, da er 2008 beschloss, sein Vermächtnis in Form von „Les Ateliers Louis Moinet“ wiederzubeleben. Heutzutage ist die Marke nicht nur für die Verwendung exotischer Materialien und hochinnovativer Technologien bekannt, sondern auch für ihre große Exklusivität, da alle Zeitmesser entweder in streng limitierten Auflagen auf den Markt kommen oder absolute Unikate sind.
Highlights von Louis Moinet
Hier sind einige unserer Lieblingsuhren von Louis Moinet, die auch in dieser Folge von „Meet the Manufacturer“ vorgestellt werden:
1:42 – Louis Moinet Metropolis Magic Blue

Referenznummer: LM-45.10.20
Uhrwerk: Automatik
Kaliber: LM45
Gangreserve: 48h
Gehäusedurchmesser: 43,2 mm
Gehäuse Material: Stahl
1:51 – Louis Moinet 20-Second Tempograph

Referenznummer: LM-39.20.20
Uhrwerk: Automatik
Kaliber: LM39
Gangreserve: 48h
Gehäusedurchmesser: 43,5 mm
Gehäuse Material: Titan
1:59 – Louis Moinet Derrick Gaz

Referenznummer: LM-39.20.20
Uhrwerk: Handaufzug
Kaliber: LM39
Gangreserve: 72 h
Gehäusedurchmesser: 47 mm
Gehäuse Material: Weiß
2:15 – Louis Moinet Space Mystery

Referenznummer: LM-48.50.25
Uhrwerk: Handaufzug
Kaliber: LM48
Gangreserve: 72 h
Gehäusedurchmesser: 46 mm
Gehäuse Material: Roségold
2:57 – Louis Moinet Memoris

Referenznummer: LM-54.71.21
Uhrwerk: Automatik
Kaliber: LM54
Gangreserve: 72 h
Gehäusedurchmesser: 46 mm
Gehäuse Material: Weiß
3:04 – Louis Moinet Biggs Jasper (L.E.)

Referenznummer: Unikat
Uhrwerk: Handaufzug
Kaliber: k. A.
Gangreserve: 72 h
Gehäusedurchmesser: 47 mm
Gehäuse Material: Roségold
3:28 – Louis Moinet Sideralis

Referenznummer: LM-52.50.20
Uhrwerk: Handaufzug
Kaliber: LM52
Gangreserve: 52 h
Gehäusedurchmesser: 47,4 mm
Gehäuse Material: Roségold
Weitere Informationen finden Sie direkt auf louismoinet.com.


