
Rolex-Vokabular: 10 Begriffe, die Sie unbedingt kennen sollten
Die meisten Begriffe in der Uhrenbranche sind universell, unabhängig von der Marke oder dem Uhrenmodell. Doch Rolex geht wieder einmal gerne eigene Wege, denn die Genfer Marke hat ganz eigene Bezeichnungen für Bauteile und Materialien geprägt.
In unserem „Rolexicon“ (Teil 1) beleuchten wir die 10 gängigsten Begriffe, die es nur im Rolex-Universum gibt und die Sie unbedingt kennen sollten.
10. Cerachrom
Den Anfang macht Cerachrom, ein von Rolex patentiertes Verfahren für eine besonders widerstandsfähige Hochleistungskeramik-Lünette. Der Begriff Cerachrom setzt sich aus den beiden Wörtern „Ceramic“ und „Chrome“ – dem altgriechischen Wort für Farbe – zusammen, was eigentlich schon alles sagt: farbige Keramik (Lünetten). Während früher farbige Aluminiumeinlagen verwendet wurden, die mit der Zeit verblassen konnten (siehe Rolex Hulk), sind Cerachrom-Lünetten praktisch kratzfest. Auch Probleme wie das Verblassen der Farbe durch Faktoren wie UV-Strahlung gehören nun der Vergangenheit an.

9. Chronergy
Chronergy ist etwas technischer, denn der Begriff beschreibt eine innovative Weiterentwicklung der Schweizer Ankerhemmung. Eine kurze technische Einordnung: Als Schnittstelle zwischen Unruhrad und Räderwerk ist eine Hemmung eines der am stärksten beanspruchten Bauteile eines Uhrwerk, da sie ständig die kontrollierte Energieübertragung regelt. Umso wichtiger ist es, über eine Hemmung zu verfügen, die unempfindlich gegenüber Magnetismus und Temperaturschwankungen ist. Rolex hat dies mit der Chronergy-Hemmung erreicht, die erstmals 2015 vorgestellt wurde. Praktisch unempfindlich gegenüber Magnetfeldern und mit einem um 15 % höheren Wirkungsgrad ist dies die neueste Generation der Rolex-Hemmungen.

8. Chromalight
Insbesondere sportlichere Uhrenmodelle, seien es Flieger- oder Taucheruhren, verfügen naturgemäß über reichlich Leuchtmaterial auf Indexen und Zeigern, da dies früher die einzige Möglichkeit war, auch unter schwierigen Lichtverhältnissen eine Gut Ablesbarkeit zu gewährleisten. Während beispielsweise Seiko auf LumiBrite setzt und ein Großteil der Uhrenindustrie auf Super-LumiNova vertraut, entschied sich Rolex für Chromalight. Dabei handelt es sich um ein phosphoreszierendes Pulver, das mit flüssigem Harz vermischt und anschließend auf Zifferblätter, Zeiger und Markierungen aufgetragen wird. Chromalight gilt nicht nur als besonders leuchtstark, sondern auch als sehr langlebig.

7. Zyklop
Was Andere Hersteller als Datumslupe bezeichnen, ist bei Rolex ein „Cyclops“. Der Begriff bezieht sich auf die kleine Linse, die das Datumsfenster bei drei Uhr vergrößert – übrigens um den Faktor 2,5. Der Legende nach landete ein Wassertropfen auf dem Uhrglas des Rolex-Gründers Hans Wilsdorf, als er sich die Hände wusch, woraufhin er dessen immenses Potenzial erkannte. Im Jahr 1954 wurde die Zyklop-Lupe erstmals auf einer Rolex Datejust vorgestellt.

6. Everose
Dass Rolex über eine eigene Gießerei verfügt, haben wir bereits in einem unserer früheren Artikel thematisiert (siehe montredo.com/how-much-gold-is-in-a-solid-gold-rolex/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wie viel Gold steckt in einer Rolex aus massivem Gold?). Eine eigene Gießerei zu besitzen, kann wiederum nur eines bedeuten: eine eigene Legierung. Everose ist genau das – eine 18-Karat-Roségoldlegierung, die aus Gold, Platin und Kupfer besteht. Everose ist nicht nur ein optischer Genuss, sondern auch besonders widerstandsfähig und farbecht.

5. Glidelock
Die Glidelock-Funktion in der Schließe einiger Rolex-Modelle ist zweifellos eine der nützlichsten Erfindungen für den Alltag, die Rolex im Sortiment hat. Die Idee dahinter ist, dass ein Schiebemechanismus in der Schließe es ermöglicht, das Armband im Handumdrehen in 2-mm-Schritten anzupassen, d. h. zu verlängern oder zu verkürzen. Vor allem an heißen Sommertagen, an denen das Handgelenk aufgrund steigender Temperaturen leicht anschwellen kann, verspricht die Glidelock-Funktion schnelle Abhilfe, wenn das Armband zu eng wird.

Wichtig: Nicht zu verwechseln mit dem Fliplock-Verlängerungselement, das das Edelstahlarmband auf einen Schlag um 26 mm verlängert und für den Einsatz mit Neoprenanzügen konzipiert wurde.
oysterflex">4. Oysterflex
Was auf den ersten Blick wie ein normales Kautschukarmband aussieht, ist in Wirklichkeit eines der hochwertigsten und langlebigsten Armbänder auf dem Markt. Was man nicht sieht: Die Oysterflex-Armbänder verfügen im Inneren über einen Metallkern aus einer Titan-Nickel-Legierung, der dem Armband die nötige Stabilität und Elastizität verleiht. Dieser ist wiederum von einem Elastomer ummantelt, das sich äußerst angenehm tragen lässt. Die robusten Oysterflex-Armbänder kamen erstmals 2015 bei den Yacht-Master-40-Modellen zum Einsatz.
3. Parachrome
Der Oszillator, also die Kombination aus Unruh und Spirale, ist der Gangregulierungsmechanismus einer mechanischen Uhr. Insbesondere die Spirale spielt eine äußerst wichtige Rolle (mehr dazu montredo.com/affordable-luxury-watches-with-silicon-components/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier), weshalb Rolex bei der Entwicklung einer technisch innovativen Lösung weder Kosten noch Mühen gescheut hat. Der Name: Parachrom. Die 2005 eingeführte, charakteristische blaue Unruhfeder mit Breguet-Endkurve war das Ergebnis einer fünfjährigen Forschungsphase, die sich ausgezahlt hat. Sie ist magnetfeldresistent und widersteht physischen Stößen deutlich besser als herkömmliche Spiralfedern in Uhren.

2. Rolesor
Während die meisten Uhrenliebhaber einfach von Bicolor oder ZweifarbigUhren sprechen würden, bevorzugt Rolex stattdessen den Begriff „Rolesor“. Der Begriff beschreibt im Wesentlichen nichts anderes als eine Rolex-Uhr, bei der die Materialien Gold und Edelstahl kombiniert werden. Das Gold kann entweder Gelbgold oder Everose sein, während der Edelstahl immer aus 904L-Oysterstahl besteht. Rolex hatte den Namen „Rolesor“ bereits 1933 schützen lassen.

rolesium">1. Rolesium
Ein hartnäckiges Missverständnis ist, dass Rolesor ein Material oder eine Legierung sei, doch dies ist nicht der Fall. Während Rolesor eine Kombination aus Gold und Edelstahl beschreibt, bezeichnet Rolesium lediglich eine Kombination aus Platin und Edelstahl. Rolesium wurde erstmals 1999 bei der Rolex Yacht-Master Ref. 16622 verwendet.

Seien Sie gespannt auf unseren Beitrag montredo.com/rolex-vocabulary-10-expressions-unique-to-rolex/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rolexion – Teil 2.



