
Junghans: Von Schramberg in die ganze Welt
In Kreisen von Uhrenliebhabern ist der Name Junghans ein Synonym für den Begriff „Made in Germany“. Seit der Gründung vor über 160 Jahren steht der Name für höchste Präzision, Design und den Schwarz . Vieles hat sich seitdem verändert, doch die Freude an der Innovation und die Verbundenheit mit dem Standort Schramberg sind bis heute unverändert geblieben. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch die bewegte Geschichte des traditionsreichen süddeutschen Uhrenherstellers und eine Präsentation seiner beliebtesten Zeitmesser.
Seit 160 Jahren am Puls der Zeit

Zusammen mit seinem Schwager Jakob Zeller-Tobler gründete Erhard Junghans 1861 in Schramberg, einer Kleinstadt mitten im Schwarz , eine auf Uhrenkomponenten spezialisierte Werkstatt namens Junghans. Was bescheiden begann, entwickelte sich bald zu einem der erfolgreichsten Unternehmen in ganz Deutschland. Im Jahr 1903 war Junghans sogar die größte Uhrenfabrik der Welt: 3000 Mitarbeiter produzierten jährlich über drei Millionen Zeitmesser aller Art. Dieser Erfolg machte eine Erweiterung der Produktionskapazitäten notwendig, und so entstand 1917 und 1918 das heute denkmalgeschützte Terrassenhaus, das dank seiner raffinierten Neigung und der großen Fensterfronten jedem einzelnen Arbeitsplatz ein Maximum an Tageslicht bot. Ab 1936 wurden in diesem berühmten Industriegebäude auch die hochwertigen Armbanduhren mit dem Qualitätszeichen „Meister“ hergestellt. In der Nachkriegszeit setzte Junghans seine Erfolge nahtlos fort: 1951 war das Unternehmen der größte Hersteller von Chronometern in Deutschland und 1956 sogar der drittgrößte weltweit.
Auch wenn Tradition schon immer eine wichtige Rolle gespielt hat, waren die Menschen in Schramberg stets offen für Neu und Technologien: 1971 gehörte Junghans zu den Ersten in Deutschland im Wettlauf um das erste deutsche Quarz für Armbanduhren. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begleiteten die Uhren „made in Schramberg“ nicht nur das Wirtschaftswunder, sondern waren auch in vielen Andere führend, beispielsweise als offizieller Zeitnehmer an der Ziellinie der Olympischen Spiele 1972 in München. Die 1990 vorgestellte Mega 1 war die weltweit erste digitale Funkarmbanduhr, 1995 folgte eine Solar-Funkuhr in einem innovativen Keramikgehäuse. Auch im Bereich der Solartechnologie gehörte Junghans zu den Pionieren.
Heute lässt das traditionsreiche Unternehmen seine Geschichte in gelungenen Neuinterpretationen historischer Klassiker aus allen Bereichen wiederaufleben und verbindet diese mit den Errungenschaften unserer Zeit. So steckt in jeder einzelnen Junghans-Uhr die Essenz von 160 Jahren Know-how und Leidenschaft für das Handwerk.
Die Junghans Max Bill Kollektion: Maximaler Minimalismus

Dies gilt insbesondere für die Max Bill, eine Armbanduhr, die Kenner mit der Bauhaus-Schule in Verbindung bringen. Seit ihrer Neuauflage in den 1990er Jahren, die auf den Originalentwürfen basiert, ist sie ein Highlight in der Junghans-Kollektion. Ihr Design, das vollständig auf die Funktion reduziert ist, ist von einer Küchenuhr inspiriert, die der Künstler und Produktdesigner Max Bill 1956 gemeinsam mit seinen Studenten an der Hochschule für Gestaltung Ulm für Junghans entworfen hatte. Seine Gedanken dazu: „Es war klar: Das Ding musste Zahlen haben, die Stunden auf der Minutenskala – und die Minutenzahlen auf dem kurzen Zeiger. Warum? Oft ist die Küchenuhr die einzige Wanduhr im Haushalt. Sie lehrt Kinder, die Zeit zu erkennen, ihre ersten Zahlen zu lesen, die Reihenfolge von Stunde und Tag. Und sie sollte hell und freundlich sein, wie schönes Küchengeschirr.“
Das harmonische Design war so erfolgreich, dass es 1961 auch als Armbanduhr eingeführt wurde und seinen Weg ans Handgelenk fand. Heute gehört die preisgekrönte Max Bill, die das Bauhaus-Prinzip in vielen Variationen interpretiert, zu den bekanntesten Uhren des Landes. Dementsprechend ist sie in einer Vielzahl unterschiedlicher Größen und Designs für Damen und Herren erhältlich, sowohl mit mechanischen Uhrwerken – Automatik Handaufzug – als auch mit Quarz . Das technische Flaggschiff der Kollektion ist die Max Bill Chronoscope, ein minimalistischer, eleganter chronograph den unverwechselbaren Bauhaus-Stil stilvoll zelebriert.
Die Junghans Meister-Kollektion: Eine Klasse für sich

Diese Uhrenlinie ist die traditionsreichste des süddeutschen Herstellers: Sie entstand in den 1930er Jahren. Damals trugen nur die hochwertigsten Modelle mit aufwendig verzierten Uhrwerken den Titel „Meister“. Sie trugen die Signatur von Anton Ziegler, dem damaligen Chefdesigner, der den Junghans-Uhren über viele Jahrzehnte hinweg ihr Gesicht gab. Heute umfasst die 2011 wiederbelebte Kollektion ein breites Spektrum an klassisch-eleganten und sportlichen Zeitmessern. Das Spektrum reicht von schlichten Dreizeigeruhren bis hin zu Chronographen, wie den beiden Retro-Modellen Meister Telemeter und Meister Pilot. Es bietet zudem einige der beliebtesten und nützlichsten Komplikationen, wie die Meister Agenda, eine Business-Uhr par excellence. Sie verbindet feine Ästhetik mit außergewöhnlichen Komplikationen. Neben der Wochentags- und Datum zeigt die Meister Agenda die Kalenderwoche und die Gangreserve in gewölbten Hilfszifferblättern an. Die Meister Kalender zeichnet sich durch denselben Designcode aus und ist ganz der Mondphase gewidmet. Der Nachtstern wird von mehreren kleinen Sternen begleitet, von denen einer den Junghans-Stern darstellt, und wird von einem Datum eingerahmt. Zwei kleine Fenster bei zehn und zwei Uhr zeigen den Wochentag Monat den Monat an.


