5 Fakten zur Cartier Tank: Der Unisexuhrklassiker
Vor genau 100 Jahren schuf Louis Cartier die Tank. In einem Geniestreich und dank eines glücklichen Zufalls schuf der französische Uhrmacher einen außergewöhnlichen Zeitmesser, der wie kein Andere das Spiel der Kontraste beherrscht. Sein einzigartiges Charisma fasziniert auch heute noch Uhrenliebhaber auf der ganzen Welt. Kaum eine Andere Uhr hat es so erfolgreich geschafft, eine Brücke zwischen den Epochen zu schlagen und das Beste von damals und heute zu vereinen.
Die ikonische Uhr wurde ursprünglich von Louis Cartier als Zeichen der Dankbarkeit für John Pershing entworfen, den amerikanischen Befehlshaber, der 1917 mit seiner Panzerflotte für die Wiederherstellung des Friedens in Europa sorgte. Damals wurde Pershing ein handgefertigter Prototyp dieser Rechteckig Uhr überreicht. Pershing ahnte nicht, dass die Uhr, die er erhielt, sofort zu einem Uhrenklassiker werden würde. Das einzigartige Design der Tank hat sich seit ihrer Entstehung zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Marktfavorit durchgesetzt. Die Bedeutung der Cartier Tank reicht über ihren Platz in der Geschichte hinaus, da sie auch eine Neu Ära in der Uhrmacherkunst einläutete. Im Gegensatz zum Trend zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Cartier Tank als Armbanduhr konzipiert. Dies war ein bahnbrechender Schritt, da zu jener Zeit Taschenuhren weit verbreitet waren und bevorzugt wurden.
Springen wir in die Gegenwart – wie genau ist es Cartier gelungen, dass die Tank auch ein Jahrhundert nach ihrer Einführung noch immer so hoch geschätzt wird? Das Erfolgsgeheimnis liegt in einem genialen Design, das den Test der Zeit besteht. Bis heute sind die römischen Ziffern, der „Chemin-de-Fer“-Ziffernring, Gebläute Zeiger sowie die Krone mit Saphir-Cabochon die charakteristischen Merkmale der Tank. Noch wichtiger ist, dass sie sich als wundervolles Schmuckstück und kostbare Uhr zugleich auszeichnet. Diese einzigartige Designcharakteristik machte sie zur ersten Unisexuhr der Welt. Die Tank ist bei Männern ebenso beliebt wie bei Frauen.
Nur sehr wenige Uhren können auf eine so glanzvolle Geschichte zurückblicken wie die Cartier Tank. Sie ist eine Legende in der Geschichte der Uhrmacherkunst, und im Folgenden haben wir für Sie fünf interessante Fakten über diese Uhrenikone zusammengefasst.
1. Die Tank war eine der ersten Armbanduhren

Diese Aussage ist wahr. Als John Pershing 1917 von Louis Cartier den handgefertigten Prototyp einer Rechteckig Uhr geschenkt bekam, war dies eine der ersten Armbanduhren, die jemals hergestellt wurden. Der Legende nach wurde die erste Armbanduhr vor 100 Jahren vom genialen Abraham-Louis Breguet für eine adelige Dame entworfen. Allerdings war Breguets Vision für das Genre der Armbanduhren eher die einer einzigartigen Schmuckkreation als die einer Neu Form der Zeitanzeige. Zu jener Zeit hätten sich Herren wohl vehement gegen ein so modernes Gerät wie eine Armbanduhr gewehrt. Eine Taschenuhr wurde stilvoll in die Weste des dreiteiligen Anzugs gesteckt, den die Etikette des 19. Jahrhunderts für einen Gentleman vorschrieb.
Monsieur Cartier, ein wahrer Visionär und bemerkenswerter Uhrmacher, erkannte schon früh die Anzeichen des bevorstehenden Wandels. Bereits 1904 hatte er eine echte Armbanduhr entwickelt, die „Santos“, für seine Flugabenteuer mit seinem brasilianischen Freund und Piloten Alberto Santos Dumont. Genau wie die „Tank“ ist diese ursprüngliche Fliegeruhr eine Ikone, und ihr einzigartiger Stil überzeugt heute ebenso wie damals.
2. Das Design wurde von den ersten Panzern inspiriert

Die Geschichte der Tank ist bekannt. Wie schon andere Modelle zuvor verkörpert die Tank Cartiers persönliche Vorliebe für die schlichten und klaren Formen des zweiten französischen Neoklassizismus, einem Vorläufer des Art Déco. Er verband konsequent funktionsorientierten Pragmatismus mit dem typischen Avantgarde-Stil des Hauses, um ein faszinierendes Neu Designkonzept zu schaffen. Zwei balkenartige Stege, die an Kettenglieder von Raupenketten erinnern, verlängern optisch die Seiten des Rechtecks und ermöglichten eine nahtlose Verbindung des Armbands mit dem Gehäuse. Ihre Rechteckig Form läutete zudem eine Neu Ära für Uhrengehäuse ein, die bis dahin überwiegend Rund gewesen waren. Cartier wäre nicht Cartier, wenn sich auch das Innenleben nicht auf exquisite Weise präsentieren würde. Das Uhrwerk hinter dem ikonischen Silber Zifferblatt mit langgestreckten römischen Ziffern stammte von keinem Andere als dem Meister der flachen Uhrwerke, Edmond LeCoultre, mit dem Cartier einen Exklusivvertrag hatte.
3. Eine der beliebtesten VIP-Uhren aller Zeiten

Die Tank ist in ihrer Bekanntheit wohl unübertroffen. Im Laufe des letzten Jahrhunderts zierte sie die Handgelenke des internationalen Jetsets. Staatsmänner ebenso wie führende Avantgarde-Künstler, Intellektuelle und die Modeelite trugen eine Tank. Die Pop-Art-Legende Andy Warhol behauptete, er habe seine Cartier Tank noch nie aufgezogen. In einem Interview fügte er hinzu: „Ich trage sie nicht, damit sie mir die Zeit anzeigt …“ Zum Kreis der Tank-Träger gehörten auch Jackie Onassis, Jacques Chirac, Elton John, Truman Capote, Prinzessin Diana, Catherine Deneuve und viele andere.

4. Die erste Unisexuhr
Die Tank stellte sich dieser Herausforderung direkt. Neben ihrer symbolischen Rolle als „Botschafterin des Friedens“ wurde die Tank bald auch zur „Botschafterin zwischen den Geschlechtern“. Im Jahr 1919 wurden für die offizielle Markteinführung nur wenige Modelle hergestellt. Bereits 1925 machte die Neu Produktlinie ein Viertel der gesamten Armbanduhrproduktion von Cartier aus, zunächst ausschließlich Herrenmodelle. Monsieur Cartier wandte sich jedoch in den 1920er Jahren schnell an seine modebewusste weibliche Kundschaft und führte in der Folge die Cartier Tank für Damen ein. Bemerkenswerte Beispiele sind die Tank Cintrée (1921) mit einem gewölbten Gehäuse, das sich besser an das Handgelenk anschmiegt, sowie die Tank Chinoise (1922), die orientalische Motive zelebriert, die damals der heißeste Trend waren.
5. Cartier Tank, das Chamäleon

Trends kommen und gehen, doch die Cartier Tank beweist eine hohe Anpassungsfähigkeit an wechselnde Modetrends. Im Laufe der Jahre setzte die Tank Neu Trends, ohne dabei von ihren Wurzeln abzuweichen. In den 1970er Jahren setzte die besonders schlanke „Les Must de Cartier“ neue Maßstäbe. Im Jahr 1989 entwickelte Cartier die völlig Neu „Tank Américaine“, die auf den perfekten Proportionen der „Tank Cintrée“ von 1921 basierte. Im Jahr 1996 rückte dann die „Tank Française“ in den Mittelpunkt, ein Neu Modell, das eine moderne Interpretation des Uhrenklassikers bietet. Aus technischer Sicht war 2009 ein entscheidendes Jahr für die Cartier Tank, da die emblematische „Tank Américaine Tourbillon Volant“ vorgestellt wurde. Diese Uhr ist das erste Modell der Kollektion, das mit einem hauseigenen CartierUhrwerk, dem 9452 MC mit fliegendem Tourbillon, ausgestattet ist. Die Vielseitigkeit der Tank zeigt sich auch in ihren Größenvarianten. Die Tatsache, dass diese Cartier-Uhren in drei Größen erhältlich sind, hat ihre Attraktivität noch gesteigert. Dank der flexiblen Größenauswahl schmiegt sich die Uhr perfekt an die Handgelenke von Trägern beider Geschlechter an.

Cartier Tank – 100 Jahre und darüber hinaus
Es versteht sich von selbst, dass das 100-jährige Jubiläumsjahr mit besonders raffinierten Modellen aufwartet. Vor allem die Tank Cintrée Skeleton zelebriert die traditionelle Handwerkskunst, da ihr Uhrwerk, das Kaliber 9917 MC, dem skelettierten Zifferblatt außergewöhnliche Schönheit verleiht. Darüber hinaus spiegelt das 9917 MC zudem die leichte Wölbung des Gehäuses aus Roségold oder Platin wider.
Um die handwerkliche Finesse in ihrer ganzen Pracht zur Geltung zu bringen, verzichten die beiden auf jeweils 100 Exemplare limitierten Versionen auf das klassische Tank-Zifferblatt und betonen stattdessen die Zahnräder, die im Hintergrund auf mehreren Ebenen übereinander angeordnet sind.

Die Modelle der Tank Louis Cartier-Linie sind eine Hommage an das Original. Schließlich ist die Quintessenz der Tank-Philosophie über die Jahre unverändert geblieben: die klare Anzeige der Zeit am Handgelenk. Die präzisen Linien und Proportionen hätten sogar Louis Cartier selbst stolz gemacht. Kühnere Designvarianten sind die Tank Américaine, die ebenfalls in kleinen, mittleren und großen Modellen erhältlich ist. Diese würdige Nachfolgerin der Tank Cintrée mit ihrem gewölbten Gehäuse und der Rechteckig Form ist kompakter. Die Seitenleisten und die Gehäuseflanken treten durch ihre leicht abgerundete Form stärker hervor. Typisch für die Tank ist die Wiedergabe dieser Rundung in den römischen Ziffern und dem Ziffernring, die exquisit gestreckt sind.


