Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Artikel: Die 5 führenden Uhrenhersteller aus Glashütte

Top 5 Glashütte Watch Manufacturers

Die 5 führenden Uhrenhersteller aus Glashütte

DAS BESTE AUS GLASHÜTTE


Zugegeben, die Schweizer haben einige der besten Uhren der Welt gebaut. Doch auch die deutschen Uhrmacher sollten nicht außer Acht gelassen werden, insbesondere jene aus der sächsischen Stadt Glashütte. Unter Kennern gelten die edlen Zeitmesser aus dieser Region als der ultimative Maßstab für Uhrmacherkunst. Zwischen Dresden und der Grenze zur Tschechischen Republik gelegen, hat sich Glashütte längst als „Mekka der deutschen Uhrmacherkunst“ etabliert. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch Glashütte, bei der wir Ihnen fünf der besten Uhrenhersteller der Stadt vorstellen und Ihnen einige ihrer besten uhrmacherischen Kreationen präsentieren.


5. Den Elementen trotzen: Nautische Instrumente Mühle Glashütte

Die Manufaktur Mühle Glashütte wurde ursprünglich 1869 von Robert Mühle gegründet. Das Unternehmen wird derzeit in fünfter Generation von der Familie unter der Leitung von Thilo Mühle geführt. Ob auf hoher See oder im Wasser – die nautischen Uhren von Mühle Glashütte sind ganz in ihrem Element. Seit 20 Jahren fertigt die Manufaktur Uhren im Instrumentenstil. Um Zeitmesser zu schaffen, die den extremsten Anforderungen gerecht werden, arbeitet Mühle Glashütte bei der Konzeption Neu Modelle häufig mit Spezialeinheiten zusammen.


Der Allrounder: Seebataillon GMT

Die 2015 vorgestellte Seebataillon GMT ist das Ergebnis einer der oben erwähnten Kooperationen. Diese Uhr wurde für das Seebataillon der Deutschen Marine entwickelt, dessen Soldaten die Schiffe und Besatzungen der Marine auf hoher See, im Hafen sowie bei Auslandseinsätzen schützen. Die Seebataillon GMT von Mühle wurde mit der Anzeige einer zweiten Zeitzone entwickelt. Bei der Entwicklung dieses robusten und sportlichen Modells lag der Fokus auf der hervorragenden Ablesbarkeit des Zifferblatts aus jedem Blickwinkel. Das 44-mm-Titan-Gehäuse beherbergt ein Schweizer Uhrwerk, das mit der von Mühle speziell entwickelten Rotorsteuerung und einem eigenen Rotor optimiert wurde. Beide Komponenten sind durch den transparenten Gehäuseboden sichtbar. Das Zifferblatt wird durch ein massives, 2,5 mm dickes Saphirglas geschützt.


4. Aus Liebe zum Detail: Moritz Grossmann

Wenn man die Geschichte der Uhrmacherkunst in Glashütte nachzeichnet, darf der Name Carl Moritz Grossmann (1826–1885) nicht unerwähnt bleiben. Grossmanns Name wird oft im Zusammenhang mit Ferdinand Adolph Lange (dem Gründer von A. Lange & Söhne) genannt. Neun Jahre nach der Gründung seiner eigenen Uhrenmanufaktur in Glashütte nahm F. A. Lange seinen langjährigen Freund Moritz Grossmann mit ins Erzgebirge und ermutigte ihn, eine eigene Werkstatt zu eröffnen. Mit einem Team von Spezialisten begann Grossmann bald, Präzisionsinstrumente, edle Taschenuhren, Pendeluhren und Marinechronometer herzustellen. Im Jahr 1878 war Grossmann zudem Mitbegründer der Deutschen Uhrmacherschule, an der er bis zu seinem Tod im Jahr 1885 als Ausbilder tätig war.

Im Laufe der Jahre mag Grossmanns Ruf als genialer Uhrmacher verblasst sein. Erst mit der Gründung der Grossmann Uhren GmbH im Jahr 2008 hauchte Christine Hutter, selbst ausgebildete Uhrmacherin, dem Namen Moritz Grossmann Neu Leben ein. Unter Hutters Leitung sind seitdem einige der besten sächsischen Zeitmesser wieder aufgetaucht. Die Uhren des heutigen Unternehmens Moritz Grossmann sind von der Philosophie des Uhrmachers in Bezug auf Präzision und Ästhetik inspiriert. Die Marke ist bekannt für ihre Vorliebe für Uhrzeiger, und die Uhrmacher bei Moritz Grossmann scheuen keine Mühen bei deren Herstellung. Die charakteristischen Uhrzeiger von Moritz Grossmann zeichnen sich durch ihre Dreidimensionalität und eine fein zugespitzte Spitze aus. Anstelle des klassischen Blautons haben die Uhrmacher die Zeiger geglüht, um den unverwechselbaren Farbton aus Violett und Braun zu erzielen.

Was ebenfalls unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist natürlich der Aufbau der Uhrenkaliber, der auf einer 2/3-Platte aus Silber basiert. Ihre aufwendigen Verzierungen – verschiedene Polierungen und Schliffe sowie die Glashütte-Streifen-Veredelung – tragen die Handschrift von Moritz Grossmann selbst. Die kreative Kombination der verschiedenen Edelmetalle wie Gold, Silber und Stahl schafft ein farbenfrohes Kunstwerk, das die Braun-Violettten Grossmann-Schrauben noch stärker zur Geltung bringt.


Makellose Handwerkskunst: Benu

Grossmanns erste Uhr der Moderne ist die Benu. Dieser Begriff stammt aus der altägyptischen Mythologie: Der göttliche Reiher namens „Benu“ fliegt am Abend zu seinem Nest und verbrennt dort. Er hinterlässt ein Ei, aus dem am nächsten Morgen ein Neu Benu entsteht. Die von tiefer Eleganz geprägte Uhr trägt Moritz Grossmanns Uhrmacher-Credo ins 21. Jahrhundert: geradlinige Designs, innovative und durchdachte Mechanik, alles makellos umgesetzt in traditioneller Handwerkskunst. Die Benu 41 Power Reserve zeichnet sich durch dieselbe zurückhaltende Eleganz und klassische Optik aus und verfügt über eine lineare Gangreserveanzeige auf dem Zifferblatt, direkt unterhalb des Markenlogos. Ein Blick durch das Saphirglas offenbart die komplexen technischen Komplikationen, die das Handaufzugskaliber 102.0 auszeichnen, das in fünf Positionen präzise justiert ist. Diese uhrmacherischen Meisterleistungen sind typisch für das Haus Moritz Grossmann. Die abgestufte Unruhbrücke mit der Grossmann-Regulierschraube, die übereinanderliegenden Chatons, der abnehmbare Aufzugsmechanismus und die massenoptimierte Grossmann-Unruh sind ikonische Elemente der Marke. Das Segment der Gangreserveanzeige, das eine Rot und eine Weiß Fläche aufweist, befindet sich direkt über dem Stundenrad. Eine zusätzlich dazwischen eingefügte Feder ermöglicht es der Anzeige, zu laufen, ohne jemals das Uhrwerk, das Stundenrad oder den Aufzugsmechanismus zu beeinträchtigen.


Lernen Sie den Hersteller kennen: Moritz Grossmann

Erhalten Sie in „Meet the Manufacturer“ einen exklusiven Einblick in die Arbeit und Geschichte von Moritz Grossmann (neuer Tab)">Moritz Grossmann.

3. Der Shooting Star: NOMOS Glashütte

Superlative sollten mit Bedacht eingesetzt werden, denn ihr übermäßiger Gebrauch entwertet sie oder kehrt sogar ihre Bedeutung um. Dennoch würde kein Brancheninsider es als Übertreibung bezeichnen, den kometenhaften Aufstieg von NOMOS Glashütte mit einem Meteor zu vergleichen. Mit gerade einmal einem Vierteljahrhundert ist NOMOS Glashütte zum führenden Hersteller mechanischer Uhren in Deutschland geworden und hat sich international einen hervorragenden Ruf erworben. Das Unternehmen bietet innovative Mechanik in atemberaubenden Designs, die mit traditioneller Handwerkskunst umgesetzt werden. Durch die Herstellung mechanischer Uhren von außergewöhnlicher Qualität zu erschwinglichen Preisen hat sich NOMOS in Rekordzeit von einem Start-up zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt.


Neben Design und Konzept spielten auch die vertikale Integration und die Wertschöpfung vor Ort eine wesentliche Rolle in der Unternehmensphilosophie. Mindestens 50 Prozent des Kaliberwerts müssen vor Ort gefertigt werden, um die Anforderungen von Glashütte für den Erhalt des Stadtgütesiegels zu erfüllen. Nomos hat seine Wertschöpfung vor Ort jedoch auf satte 95 Prozent gesteigert. Seit 2005, mit der Einführung des Kalibers „Epsilon“, ist Nomos eine vollwertige Manufaktur mit vollständiger vertikaler Integration. Das konsequente Streben nach einer Vertiefung der Fertigungstiefe und der Erlangung technologischer Autonomie prägt das Unternehmen nach wie vor.


Nachdem NOMOS vor 3 Jahre die Fachwelt mit einem selbst entwickelten System, dem „Swing-System“, das die Hemmung bildet, beeindruckt hatte, übertraf das Unternehmen diese Leistung 2015 mit der Einführung seines zehnten hauseigenen Kalibers, dem Automatik DUW 3001, das eine erstaunlich geringe Höhe von 3,2 Millimetern aufweist. Dieses flache Konzept, das mit den geringen Abmessungen eines Uhrwerk konkurriert, wurde durch den einfallsreichen Einsatz Neu Maschinen und Technologien erreicht. Die geringe Höhe dieses Kalibers eröffnet eine Vielzahl Neu Möglichkeiten für das Design von Automatikuhren.


Was das Design betrifft, so wurde die Marke NOMOS mit der Vorstellung ihrer ersten Modellreihe – der Tangente – für ihr zeitloses, schnörkelloses Design bekannt. Das Unternehmen ist Mitglied des Deutschen Werkbunds, dessen Ziel es ist, Industrie und Handwerk mit durchdachtem Design zu verbinden. Der Deutsche Werkbund ist der Vorläufer des Bauhauses und der Ulmer Schule und orientiert sich an dem berühmten Grundsatz „Form folgt Funktion“. NOMOS Glashütte hat für seine ausdrucksstarken Designs bereits zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten.


Großstädtisches Flair: NOMOS Metro

Zu den Preisträgern gehört das Modell Metro. Seit seiner Markteinführung im Frühjahr 2014 erhielt es unter anderem den Deutschen Designpreis, den Gut Design Award und den iF Design Award für sein markantes Erscheinungsbild, das sich durch die moderne Minuterie auszeichnet. Entworfen vom Berliner Designer Mark Braun, führt die Metro das für die Marke typische visuelle Konzept der schnörkellosen Eleganz fort. Trotz der kosmopolitischen Ausstrahlung der Uhr ist sie durch und durch „Made in Glashütte“. Im ultraschlanken Gehäuse tickt das hauseigene Kaliber DUW 3001 mit dem Nomos-Schwingsystem. Das schlanke Gehäuse ist lediglich 8,06 mm hoch. Der Glasboden bringt die charakteristische Riffelpolitur auf der Dreiviertelplatine und die gebläuten Schrauben – Markenzeichen einer NOMOS-Kreation – eindrucksvoll zur Geltung.


2. Handwerkliche Perfektion: Glashütte Original

Neben A. Lange & Söhne gehört Glashütte Original zum exklusiven Kreis der echten Manufakturen, was bedeutet, dass sie den gesamten Prozess von der Konzeption bis zur Fertigung einer Uhr beherrschen, wie beispielsweise das vor drei Jahren vorgestellte Chronographenkaliber 37 mit Säulenradantrieb und Flyback-Funktion. Als Rechtsnachfolger des „VEB Glashütter Uhrenbetriebe“, das alle lokalen Manufakturen und Zulieferer in der DDR zusammenfasste, änderte die Marke nach der Wiedervereinigung ihren Namen in Glashütte Original. Unter dem Dach der Swatch Group, die beträchtliche Summen in die Modernisierung investierte, wurde die Produktionskapazität stetig ausgebaut. Diese Investition zahlte sich in den heutigen Kreationen raffinierter Zeitmesser mit komplexen Innenwerken aus, die sich durch einen hohen Grad an vertikaler Integration und einen großen Anteil an handwerklicher Fertigung auszeichnen. Zudem besitzt Glashütte Original eine Zifferblattmanufaktur in Pforzheim. Das Unternehmen beweist sein Engagement für die Zukunft des uhrmacherischen Know-hows in Sachsen, da es bereits seit mehreren Jahren Auszubildende an der eigenen Uhrmacherschule „Alfred Helwig“ ausbildet.


Die Ästhetik der Mechanik: PanoMaticLunar

Die PanoMaticLunar, Teil der 2012 neu gestalteten Pano-Linie, ist ein Glashütte Original par excellence. Die Klarheit des Designs und die charakteristischen dezentralen Anzeigen, die nach dem Goldenen Schnitt angeordnet sind, stehen im Vordergrund. Ein besonderer Blickfang ist das Panorama-Datum, das seit 20 Jahren zum beeindruckenden mechanischen Repertoire von Glashütte Original gehört. Basierend auf zwei konzentrischen Anzeigefeldern auf einer Ebene ermöglicht es die deutlich vergrößerte Darstellung der beiden Ziffern des Datum. Sein Gegenstück bildet das anmutige und detailreiche Design der Mondphase bei 2 Uhr. Das Automatik Kaliber 90-02 haucht diesem ansprechenden Ensemble von Anzeigen Leben ein. Das Saphirglas auf der Rückseite offenbart die traditionellen Glashütter Merkmale, an denen Kenner ihre Freude haben: die für Glashütte typische Riffelung auf der Dreiviertelplatine und die handgravierte Unruhbrücke mit doppelter Schwanenhals-Feineinstellung, um nur einige zu nennen.


1. Weltberühmte Uhren: A. Lange & Söhne

Der Dresdner Uhrmacher Ferdinand Adolph Lange legte 1845 den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei. Der talentierte und gesellschaftlich engagierte Uhrmacher begründete mit finanzieller Unterstützung der Regierung einen Neu Berufszweig in der verarmten und unterentwickelten Region. Dank seines bedingungslosen Engagements für Qualität sowie für die innere und äußere Schönheit seiner Zeitmesser erlangte der Name A. Lange & Söhne bald weltweite Anerkennung für seine präzisen und raffinierten Taschenuhren. Mit der unglücklichen Enteignung nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand der Name von der Bildfläche.


Nach der Wiedervereinigung schlug Walter Lange, der Urenkel des Gründers, 1994 ein Neu Kapitel für das Unternehmen auf. Er präsentierte die ersten vier Modelle der Neu Kollektion, darunter ein Tourbillon in limitierter Auflage und die Grand Lange 1. Diese ikonische Edition läutete eine Neu Ära für die Manufaktur und für das ehemalige sächsische Uhrenzentrum ein, denn dank Langes beispiellosem Erfolg wurden in den folgenden Jahren viele alte und Neu Namen wiederbelebt.


Bis Datum bildet die Philosophie des Gründervaters das Geschäftsmodell für die Zeitmesser von A. Lange & Söhne. Alle Lange-Uhren enthalten traditionelle Elemente wie die Dreiviertelplatine, die Schwanenhals-Feineinstellung, die handgravierte Unruhbrücke sowie individuelle Details und Veredelungen, die jedes Kaliber zu einem einzigartigen Kunstwerk machen. Dazu kommen technische Innovationen wie das „Lange Big Datum, das der Fünf-Minuten-Uhr der Semperoper in Dresden nachempfunden ist, oder die „Zero Reset“-Funktion, die eine präzise Sekundeneinstellung ermöglicht. Jedes Bauteil wird sorgfältig von Hand veredelt, verziert und teilweise graviert, furniert und in fünf Positionen präzise justiert.


Ein Neu Kapitel: Die Lange 1

Die Lange 1 ist seit jeher das Aushängeschild der sächsischen Manufaktur. Legendär ist sie für ihr dezentriertes Zifferblattdesign mit separaten Anzeigen für Stunde und Minute, die kleine Sekunde, das Datum mit zwei Fenstern und die Gangreserve – die im Glashütter Jargon als „Ab“ und „Auf“ bezeichnet wird. Die Uhr besticht durch eine ausgewogene Harmonie, die das Ergebnis sorgfältiger geometrischer Berechnungen und des Goldenen Schnitts ist. Der edle Zeitmesser ist ausschließlich in Platin oder Gold erhältlich. Sein Herzstück bildet das Handaufzugskaliber 121.1, das aus 368 Bauteilen besteht. Dank der Kombination aus einer großen exzentrischen Unruh mit der frei schwingenden Lange-Unruhfeder und einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde ist es besonders präzise und ermöglicht eine exakte Umschaltung der Großdatumsanzeige. Seine doppelte Federanordnung sorgt für eine Gangreserve von drei Tagen.


„Made in Glashütte“: Eine einzigartige Tradition

Gestern und heute: Die Stadt Glashütte ist sowohl für Uhrmacher als auch für Uhrenliebhaber legendär, da sie die Heimat einiger der besten Adressen der deutschen Uhrmacherkunst ist, darunter A. Lange & Söhne, Glashütte Original sowie NOMOS Glashütte.

Seit Adolph Ferdinand Lange vor 180 Jahren die Uhrmacherkunst in Sachsen etablierte, ist die Aufschrift „Glashütte“ auf dem Zifferblatt ein Synonym für hochwertige Uhren, die sich durch hohe mechanische Präzision sowie innere und äußere Schönheit auszeichnen. Die Experten in Sachsen sind mit uhrmacherischen Raffinessen bestens vertraut, die selbst ihren renommierten Schweizer Kollegen in den berühmten Zentren der Schweizer Uhrmacherkunst in Genf oder im Vallée de Joux nicht zur Verfügung stehen. Zu diesen Feinheiten zählen unter anderem die Dreiviertelplatine, die Glashütter Solarisation, die Speichelhalsregulierung und Regulator Regulator, um nur einige zu nennen. Die sächsischen Uhrmacher betrachten diese seit Jahrzehnten als ihren Hausstandard, und diese hohe Strenge der Präzisionsmechanik lässt Fans und Experten auf der ganzen Welt in Verzückung geraten. Wie eine Miniaturwelt in einer Schneekugel bietet der malerische Ort im Müglitzal alles, wonach sich das Herz eines Sammlers sehnt – von Haute Horlogerie und raffinierten Komplikationen bis hin zu solider Mechanik und designorientierten Modellen.

Das Know-how und die Werte, die den außergewöhnlichen Uhrenbau prägen, wurden in Glashütte von Uhrmacher-Generation zu Generation weitergegeben und bis heute lebendig gehalten und verfeinert. Von der kleinsten Schraube bis zum komplexesten Uhrwerk konzentriert sich die Uhrenherstellung auf vertikale Integration und fachmännische Handarbeit. Tausend der fast 7.000 Einwohner von Glashütte sind Uhrmacherexperten, Ingenieure und Designer, Werkzeugmacher und Feinmechaniker, Polierer und Einrichter, Veredler und Graveure – und natürlich Uhrmacher. Oft repräsentieren sie bereits die fünfte Generation ihrer Familie, die in der Uhrenindustrie tätig ist. Ihre geschickten Hände bringen präzise mechanische Juwelen hervor, die stolz den auf dem Zifferblatt eingravierten Namen „Glashütte“ tragen. Um diesen begehrten Herkunftsnachweis zu tragen und die Glashütte-Regelung zu erfüllen, muss die Uhr überwiegend dort hergestellt werden; insbesondere muss der größte Teil der Wertschöpfung im Uhrwerk vor Ort erfolgen. Obwohl die Regeln nicht offiziell festgelegt sind, gilt die Regelung als verbindlich und verlangt eine Wertschöpfung von mindestens 50 Prozent vor Ort. Diese Anforderung verhindert Plagiate und schützt sowie stärkt die Glashütte-Tradition und den Wert ihres lokalen Gütesiegels.


Uhrenmacherei in Glashütte: eine Chronologie


1845

Mit finanzieller Unterstützung des königlich-sächsischen Ministeriums gründete Ferdinand A. Lange seine Uhrenmanufaktur in Glashütte und stellte 15 Lehrlinge ein.


(l.) Ferdinand Adolph Lange, (r.) Moritz Grossmann

1854

1854 kam der legendäre Uhrmacher Carl Moritz Grossmann (1826–1885) nach Glashütte. Grossmann spezialisierte sich auf die Herstellung edler Taschenuhren und Präzisionsinstrumente.

1869

Robert Mühle gründete sein gleichnamiges Unternehmen, das Messinstrumente für die Uhrenindustrie herstellte. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen „Nautische Instrumente Mühle-Glashütte“ und hat sich auf die Herstellung von Armbanduhren, Schiffsuhrsystemen und Chronometer spezialisiert.

1878

Die Deutsche Uhrmacherschule wurde gegründet.

Die Deutsche Uhrmacherschule

1920

Alfred Helwig (1886–1974), Uhrmachermeister und Ausbilder an der Deutschen Uhrmacherschule, erfand das schwebende Tourbillon und baute es gemeinsam mit seinen Schülern.

Alfred Helwig und seine Schüler.

1945

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt Glashütte von sowjetischen Bomben angegriffen. Die Uhrenfabriken wurden teilweise zerstört. Was noch funktionsfähig war, wurde von der Militärverwaltung entweder beschlagnahmt oder verstaatlicht.

1951

Am 1. Juli 1951 wurde das VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) gegründet. Unter diesem Dach wurden Glashütter Uhrenunternehmen wie A. Lange & Söhne und R. Mühle & Sohn zusammengeschlossen.

1990

Genau 145 Jahre nach der Gründung der Uhrenindustrie durch Ferdinand Adolph Lange am 7. Dezember gründete sein Urenkel Walter Lange die Lange Uhren GmbH.

Walter Lange

1992

Roland Schwertner präsentiert die ersten Nomos-Uhren, die im ehemaligen Gebäude des Bahnhofs von Glashütte hergestellt werden. Heute ist Nomos Glashütte ein unabhängiger Uhrenhersteller mit eigener Produktion und der größte Hersteller mechanischer Uhren in Deutschland.

2008

Unter der Leitung von Christine Hutter entsteht eine weitere Neu Manufaktur, die den Namen des historischen Uhrmachers Moritz Grossmann trägt.