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Artikel: Die 8 kultigsten Chronographen aller Zeiten

8 Most Iconic Chronographs of All Time

Die 8 kultigsten Chronographen aller Zeiten

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Chronographen sind seit jeher der Liebling der Sammler, und gerade in den letzten Jahren erleben sie in der Sammlergemeinde einen beispiellosen Boom. Das ist kaum verwunderlich, denn keine Andere Uhr ermöglicht es dem Träger, ihr Innenleben so ganzheitlich zu erleben wie ein Chronograph. Das Ritual des Stoppens, Anhalten und Zurücksetzens auf Null spricht fast alle unsere Sinne an. Auch ihre optische Gestaltung hebt sie von Andere Uhren ab. Die Fülle an Zifferblättern, Zeigern, Skalen und Kronen ermöglicht eine gesteigerte Kreativität in den Bereichen Funktion und Design, was zu einigen der renommiertesten Klassiker der Uhrengeschichte geführt hat. Hier sind sie: die 8 bedeutendsten, ikonischsten und wahrscheinlich besten Chronographen aller Zeiten.


8. (TAG) Heuer Monaco

Die Heuer Monaco ist wie keine Andere Uhr. Auf den ersten Blick fallen die beeindruckenden vier gewölbten Kanten ins Auge, die das Gehäuse zu einem fast perfekten Quadratisch formen. Darüber hinaus zeugt die einfallsreiche Anordnung der Krone auf der linken Seite des Kalibers 11, bekannt als „Chronomatic“, von der Einzigartigkeit dieses Zeitmessers. Sie weigert sich, in der Gleichförmigkeit der Uhrenlandschaft unterzugehen, die damals wie heute von nur einer Handvoll Manufakturen geprägt wird. Als einer der ersten Chronographen mit Automatikaufzug hat das Kaliber 11 die Uhrenwelt geprägt. Je nachdem, welchen Moment man als den entscheidenden ansieht (und welchem uhrmacherischen Glaubenssystem man anhaftet), wird das Kaliber 11 der Monaco von vielen Uhrenliebhabern als das erste seiner Art gefeiert und gilt damit sogar als dem Seiko 6139 und dem Zenith El Primero einen Schritt voraus. Ein Rekord steht unangefochten fest: Die Heuer Monaco war der erste Quadratisch Chronograph mit Automatikaufzug. Nun ja, mit etwas Fantasie lassen sich für alles Rekorde aufstellen. Aber Spaß beiseite: Der Status der Heuer Monaco als absolute Ikone der Uhrenwelt ist unbestritten. Und ihre ikonische Symbolik wurde immer wieder in Filmproduktionen bestätigt: Der Film „Le Mans“ mit Steve McQueen verschaffte der Monaco ihren Kultstatus, und in „Breaking Bad“ überreicht Jesse Pinkman Walter Weiß die Uhr als Geschenk von symbolischer Bedeutung. Als Uhr mit Charakter und als Statement-Accessoire hat die Monaco ihren Vintage-Charme über die Jahre hinweg bewahrt. Ich freue mich, dass es heute noch ein paar Uhren mit Ecken und Kanten gibt.


7. Universal Genève Tri-Compax

Mehrere Gründe erklären, warum Universal Genève unter Vintage-Liebhabern zu einer Kultmarke geworden ist: In erster Linie produzierte der Hersteller eigene Uhrwerke für Chronographen, was in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts alles andere als die Norm war und auch heute noch die Ausnahme von der Regel darstellt. Tatsächlich verließen sich damals fast alle renommierten Uhrenhäuser auf nur wenige Uhrwerkhersteller wie Valjoux, Venus oder Excelsior Park. Gleichzeitig galt Universal als einer der wichtigsten Innovatoren bei der Entwicklung des modernen Chronograph. Ein Beispiel dafür ist der Dato Compax, der weltweit erste Chronograph mit Datumsanzeige, und der Aero Compax, der einst eine Art BusinessChronograph war und über einen vierten Zähler zur Erfassung von Terminen verfügte. Der Höhepunkt uhrmacherischer Genialität war die Schaffung der Universal Genève Tri-Compax, deren Beiname „The Glorious“, „Le Glorieux“ oder „Il Glorioso“ sich in der Nomenklatur der Uhrenwelt gleich in mehreren Sprachen etabliert hat. Die Uhr erhielt den Namen Tri-Compax, da sie mit einem Chronograph, einem Vollkalender und der aktuellen Mondphase insgesamt drei fortschrittliche Funktionen bietet. Während dieses Funktionsrepertoire heute von nicht wenigen ETA-7750-Kalibern mit optionalen Modulen mühelos erfüllt wird, waren die beiden Kaliber 481, 287 und 281 zu ihrer Zeit eine echte Besonderheit in der Uhrenindustrie. Die Tri-Compax wurde mit ihrem unverwechselbaren Design, das vier Hilfszifferblätter und eine große Vielfalt an teilweise recht ungewöhnlichen Gehäusen umfasste, sofort zum Klassiker. Ihren Kultstatus verdankt die Uhr nicht zuletzt ihren illustren Fans, darunter Eric Clapton, Harry S. Truman und Jean Cocteau. In den letzten Jahren wurde der Hype schließlich durch Instagram sowie nahezu jedes einzelne Online-Uhrenforum kräftig angeheizt.


6. TAG Heuer Carrera

Seit ihrer Einführung im Jahr 1963 füllte die TAG Heuer Carrera schnell eine Nische, die zu dieser Zeit noch unterversorgt war: die Herstellung äußerst robuster Chronographen, die hauptsächlich für den Einsatz im Rennsport bestimmt waren. Vor der Einführung der Carrera hatte nur die Omega Speedmaster diesen Markt bedient, und Andere Klassiker wie die Rolex Daytona oder die Heuer Monaco folgten später diesem Beispiel. Vor allem das berühmte „T“ für Tritium, das im Gegensatz zu den meisten Schweizer Uhren nicht neben „Swiss“ am unteren Rand des Zifferblatts, sondern prominent innerhalb des unteren Chronographenzifferblatts platziert ist, wurde zu einem häufig zitierten Kultdetail. Die Carrera Panamericana, eine der gefährlichsten Rallyes der Welt, wurde zu Ehren ihres Rufs nach der Uhr benannt. Heute wird die Heuer Carrera in einer umfangreichen Palette an Varianten und Designs angeboten. Auch wenn die Carrera mittlerweile als einfache Dreizeigeruhr mit einem Kaliber-5Uhrwerk verkauft wird, ist sie für uns vor allem ein Chronograph – und wird es immer bleiben.


5. Breitling Chronomat

Als Vorgänger der Navitimer darf die Breitling Chronomat hier nicht unerwähnt bleiben. Ohne diesen Vorläufer wäre die Navitimer niemals entstanden. Die Chronomat war die erste Uhr, die die Drehbare Lünette für vielfältige Zwecke nutzte, und sie war die erste, die die Funktion des Rechenschiebers um einen Zeitfaktor erweiterte. Zudem führte sie die berühmte geriffelte Lünette ein. Die Chronomat wurde nach dem Krieg entwickelt, mit dem Ziel, ihre praktischen Rechenfunktionen beim Wiederaufbau Europas nach dem Krieg Gut einzusetzen. Unter Münzsammlern sind es stets die Münzen, die zur Feier des Friedens geprägt wurden, die den höchsten Sammlerwert erzielen. Ebenso hat die Chronomat einen außergewöhnlichen sentimentalen Wert. Der Name setzt sich aus den Wörtern Chronograph und Automatik zusammen. Der einzige Grund, warum die Chronomat in unserer Rangliste nicht höher platziert wurde, ist, dass das einzige Element, das die Modelle jener Zeit mit den heutigen Editionen gemeinsam haben, der Koffer ist. Ansonsten weist die heutige Chronomat nur noch eine bedingte Ähnlichkeit mit dem Original auf. Wer jedoch das Design einer Chronomat aus den 40er Jahren liebt, wird in der aktuellen Breitling Montbrillant-Linie viele Designmerkmale finden, die an die Vintage-Edition erinnern. Übrigens ist die Referenz 801 mit Mondphase bei Vintage-Sammlern besonders begehrt – eine echte „Heilige-Gral-Uhr“, insbesondere unter treuen Breitling-Fans.

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4. Zenith El Primero

Die Kontroverse darüber, welcher AutomatikChronograph als erster in der Uhrenwelt das Licht der Welt erblickte, dauert bis heute an. War es das Kaliber 11, auch UhrwerkChronomaticUhrwerk genannt, das in Zusammenarbeit zwischen Breitling und TAG Heuer, Buren-Hamilton und Dubois Dépraz entwickelt wurde, oder doch der El Primero von Zenith? Tatsache ist, dass Zenith der erste Hersteller war, der einen Chronograph mit Automatikaufzug vorstellte: den El Primero. Die meisten Quellen sprechen dem Zenith El Primero daher den Status des „Erstgeborenen“ seines Genres zu. Wie passend, könnte man meinen. Am bemerkenswertesten ist seine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit als Hochgeschwindigkeitsoszillator mit über 36.000 Halbschwingungen pro Stunde, wodurch der Amplitudenmessfehler der Uhr im Vergleich zu Andere Chronographen reduziert wird. Im Klartext: Der El Primero ist ein Chronograph mit außergewöhnlich hoher Genauigkeit. Daraus folgt, dass „El Primero“ heute weit mehr bedeutet als nur ein Uhrwerk, das übrigens seit einem halben Jahrhundert nahezu unverändert produziert wird. „El Primero“ ist der Name der vielleicht wichtigsten Modellreihe im Zenith-Sortiment und – zumindest für Uhrenliebhaber – eine echte Legende. Hier eine Zenith Defy mit El-PrimeroUhrwerk. Das Farbensemble aus Grau, Weiß und Blau findet sich auch in der aktuellen Kollektion wieder.


3. Breitling Navitimer

Die Navitimer von Breitling ist der Chronograph schlechthin. Ihr Reiz liegt in der Vielfalt der verschiedenen Funktionen, die über die Drehbare Lünette und deren präzise Skalierung gesteuert werden: Von einfachen Rechenoperationen über Währungsumrechnungen bis hin zur Ermittlung des Treibstoffverbrauchs und der Durchschnittsgeschwindigkeit mithilfe des Tachymeter – ihre Funktionalität und ihre Eigenschaften sprechen vor allem Piloten und Vielreisende an. Unmittelbar nach ihrer Markteinführung im Jahr 1954 wurde die Uhr zur offiziellen Uhr der AOPA, der Aircraft Owners and Pilots Association. Dieser Chronograph wurde zur ersten Wahl für offizielle Flotten vom Nahen Osten bis nach Südamerika. Selbst mehr als 60 Jahre nach ihrer Markteinführung genießt die Uhr noch immer denselben Bekanntheitsgrad wie das Trikot der argentinischen Fußballnationalmannschaft. Modelle mit dem AOPA-Logo sowie solche mit dem Valjoux 72-Uhrwerk sind bei Sammlern äußerst begehrt.


2. Rolex Daytona

Die paradoxe Geschichte der Rolex Daytona ist das beste Beispiel dafür, dass der anfängliche Erfolg eines aktuellen Uhrenmodells kaum Rückschlüsse auf seine zukünftige Entwicklung zulässt. Die Rolex Daytona verkaufte sich bei ihrer Markteinführung nur schleppend, weshalb nur begrenzte Stückzahlen produziert wurden. Aufgrund ihrer Seltenheit wurde sie zu einem der begehrtesten Luxusartikel. Insbesondere Varianten der Referenznummern 6263 und 6239, auch „Paul Newman“ genannt, erzielen bei Auktionshäusern wie Christie’s und Sotheby’s regelmäßig Preise im mittleren sechsstelligen Bereich. Der Paul-NewmanChronograph ist zwar die bekannteste Variante einer Rolex, doch die Editionen „Jean-Claude Killy“ und „John Player Special“ des klassischen Chronograph werden zu ähnlichen Preisen gehandelt. Während frühe Referenzen mit dem Valjoux 72 ausgestattet waren und zweifellos dazu beitrugen, dass dieses Uhrwerk unter den Vintage-Chronographenwerken einen ganz besonderen Status erlangte, wurden spätere Modelle bis zur Jahrtausendwende mit vereinfachten El-Primero-Werken ausgestattet. Im Jahr 2000 führte Rolex das hauseigene Kaliber 4130 ein. Hier eine Rolex Daytona 6263 mit kontrastierenden Hilfszifferblättern, jedoch ohne den typischen, farblich abgesetzten Rehaut, der die Paul-Newman-Referenzen auszeichnet. Für viele ist die Rolex Daytona die Inbegriff einer Prestigeuhr. Die Exklusivität der Daytona beruht nicht nur auf dem hohen Preis, sondern auch auf der begrenzten Verfügbarkeit. Dies gilt sowohl für Vintage-Modelle als auch für aktuelle Editionen. Insbesondere bei Edelstahlmodellen ist oft viel Geduld gefragt. Manchmal warten Liebhaber mehrere Jahre, bis sie ein begehrtes Modell in die Hände bekommen.


1. Omega Speedmaster Professional

Die seit 1957 auf dem Markt befindliche Omega Speedmaster ist ein echtes Kraftpaket auf dem heutigen Markt für sportorientierte Chronograph. Im Jahr 1965, als die Uhr bereits seit 6 Jahre unter der Bezeichnung „Professional“ im Umlauf war, fügte Omega eine farbige Lünetteneinlage hinzu, die die Uhr augenblicklich zu einer absoluten Stilikone und zum unbestrittenen Vorreiter des charakteristischen Designs heutiger Sportchronographen machte. Die Tatsache, dass diese Uhr kurz darauf zur ersten Uhr auf dem Mond wurde, als Aldrin sie während der Mission trug, brachte ihr den Spitznamen „Moon Watch“ ein und machte diesen Chronograph für alle Zeiten zu einem Hall-of-Fame-Mitglied und zu einem der bedeutendsten Uhrenklassiker der Geschichte. Die Omega Speedmaster wurde einst von der NASA zur offiziellen Uhr für den Weltraum ausgewählt. Man könnte meinen, die Entscheidung, die Omega Speedmaster zur offiziellen Uhr der NASA zu erklären, beruhte auf bestehenden Kundenbeziehungen oder dem Gewinn einer öffentlichen Ausschreibung. Sie basierte jedoch ausschließlich auf ihren robusten Eigenschaften, die selbst unter extremsten Umgebungsbedingungen eine uneingeschränkte und zuverlässige Funktion des Uhrwerk garantierten. Heldentaten, wie die zentrale Rolle bei der Rettung von Apollo 11, sollten später in ihrer beeindruckenden Geschichte folgen. Bis heute hält die Omega Speedmaster den Weltrekord als am intensivsten getestete Uhr und ist zudem der beliebteste erste mechanische Klassiker, mit dem Neu Uhrensammlungen begonnen werden.