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Artikel: Die Omega Ploprof: Schönheit kommt von innen

Pol 3

Die Omega Ploprof: Schönheit kommt von innen

Ploprof with wetsuit
Neopren als Modetrend? Warum nicht? © Jens Koeppe scubamarine.de

Manche Uhren besitzen eine Schönheit, die für sich spricht. Man kauft eine Omega Speedmaster Moonwatch Professional, eine Rolex Datejust, eine Tudor Black bay, eine Jaeger-LeCoultre Reverso, fast jede Nomos und unzählige Andere Modelle, weil man sie mag und sicher ist, Komplimente zu bekommen, wenn man sie trägt. Aber es gibt auch eine Gegenkultur: Wer als Uhrenfan mit Selbstachtung eine Casio F91-W trägt, tut dies nicht aus Liebe zur Schönheit. Manche Uhren faszinieren durch ihre Beständigkeit: eine Form, die zu 100 % funktional ist – und könnte das in manchen Augen nicht auch als schön gelten? Die Omega Ploprof, kurz für „plongeur professionnel“ (französisch: Berufstaucher), demonstriert eindrucksvoll, wie eine „nicht ganz schöne“ Uhr dennoch unglaublich attraktiv sein kann.

blue Ploprof diving
© Omega

Die Ploprof ist eine Uhr, der man mit Respekt begegnen muss: Mit 55 x 48 mm sticht sie selbst an der größten Bärenpranke hervor, und bei einem Gewicht von fast 280 g in der Edelstahlversion darf man hier kein Schwächling sein (der Tragekomfort mag eine ganz andere Sache sein). Glücklicherweise gibt es noch eine Titanversion, die deutlich leichter und damit bequemer ist, aber keineswegs weniger beeindruckend. Sofort fällt der riesige Drücker auf der rechten Seite ins Auge, der gedrückt werden muss, um die Lünette der Uhr einzustellen – so verliert man garantiert nicht den Überblick über die Tauchzeit. Auch die Krone, die ungewöhnlicherweise auf der linken Seite sitzt, ist durch einen massiven Schutz gesichert, damit die Uhr nicht versehentlich unter Wasser läuft. Natürlich bieten die Schließen mehrere Möglichkeiten, das Armband zu verlängern, sodass man die Uhr sogar über den dicksten Neoprenanzug anlegen kann. Braucht man all das, wenn man im Büro sitzt und am nächsten Projekt herumtüftelt? Nein, aber wie die Angelsachsen sagen: „It means business.“

Omega 8912
Laufen und laufen und laufen… © Omega

Was man braucht, ist ein zuverlässiges und hochpräzises Uhrwerk, Stoßfestigkeit ist immer willkommen, und irgendwo bleibt man eben doch mal hängen. Das COSC-zertifizierte Omega-Uhrwerk 8500 aus Stahl (natürlich hauseigen hergestellt) wird sicherlich nie die Aufmerksamkeit seines Besitzers auf sich ziehen, und genau darum geht es bei Gut Uhrwerken. Die Titan-Versionen sind mit dem noch moderneren 8912 ausgestattet, das Omegas hauseigenen „Hindernisparcours“ bestanden hat und sich als „Master Chronometer bezeichnen darf – erneut ein Sprung nach vorne im Vergleich zur COSC.


Fifty Fathoms? Nein danke, liebe 656.

Ploprof dial detail
© Omega

Es ist noch gar nicht so lange her, nämlich im Jahr 1953, dass die erste Taucheruhr, die Blancpain Fifty Fathoms (so genannt aufgrund ihrer Wasserdichtigkeit von fünfzig Seefaden, also knapp unter 91 m), auf den Markt kam. Erst 17 Jahre später folgte die ursprüngliche Ploprof mit einer Wasserdichtigkeit von 600 m, die bei der aktuellen Ploprof auf 1.200 m (fast 656 Fathoms) erhöht werden konnte. Und das, obwohl die Neu Uhr im Gegensatz zum Original nicht mehr aus einem einzigen Metallstück gefertigt ist, sondern wie viele andere über einen Verschraubter Gehäuseboden verfügt.

 Ploprof bottom
Nur die Titan-Version hat einen sichtbaren Boden. © Omega

Mit dieser Wasserdichtigkeit mag die Ploprof zwar nicht zur Königin der Tiefen gekrönt werden (diesen Titel hält nach wie vor die Rolex Deepsea mit 3.900 m), aber seien wir ehrlich: Letztere sieht einfach nur wie eine dicke Submariner aus und wird nur von Kennern wirklich erkannt. Die Ploprof hingegen hat jede Menge Eigencharakter und lässt sich sicherlich mit keiner Andere Uhr der Welt verwechseln. Und ist es nicht genau das, worum es bei einer Taucheruhr geht – vielleicht werden ja nur 0,00001 % der Besitzer die Uhr wirklich bis an ihre vorgesehenen Grenzen ausreizen?

Titanium and Sedna Gold Ploprof
Titan und Sedna-Gold © Omega

All das hat natürlich seinen Preis: Die Preise beginnen bei 7.800 € für ein Edelstahlgehäuse mit Kautschukarmband, während die Titanversionen 10.600 € bzw. 11.600 € kosten und die Titanversion mit Goldakzenten schließlich 15.900 € kostet.

Wenn Sie jetzt das Bedürfnis verspüren, diese unverwechselbare Uhr zu erwerben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Hilfe ist unterwegs und zudem deutlich günstiger als die oben genannte UVP.

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