
Rolex stellt die Produktion wegen des Coronavirus ein

Es war sicherlich nur eine Frage der Zeit: Nachdem der von der Schweizer Regierung ausgerufene Notstand heute, am 17. März 2020, in Kraft getreten ist, wird nun langsam deutlich, welche konkreten Folgen dies für die Schweizer Uhrenindustrie haben wird.
Rolex-CEO Jean-Frédéric Dufour informierte die Belegschaft gestern in einem Schreiben über diese Maßnahme. Die Produktion soll heute, am 17. März, um 17 Uhr eingestellt werden, zunächst bis zum 27. März. Nur jene Arbeitsplätze, die für die Sicherung der Zukunft des Unternehmens betrieblich unbedingt notwendig sind, sollen weiterbesetzt bleiben. Gleichzeitig fordert Dufour alle Mitarbeiter auf, die Anweisungen der Schweizer und französischen Regierungen strikt zu befolgen.
Auch die LVMH-Gruppe, zu der Uhrenmarken wie Bulgari, Hublot, TAG Heuer und Zenth gehören, hat als Reaktion auf die Situation eine weitreichende Entscheidung getroffen: Seit dem 16. März produzieren alle Parfümfabriken der Gruppe Desinfektionsgel und stellen es dem französischen Gesundheitssystem kostenlos zur Verfügung, um einen Versorgungsengpass zu verhindern.
Die Richemont-Gruppe hatte bereits vor einigen Tagen die Türen ihrer Produktionsstätten für Außenstehende geschlossen, um ihre Mitarbeiter zu schützen. Die nächsten Schritte müssen hier und bei der Swatch-Gruppe noch abgewartet werden, wir werden Sie jedoch in dieser Situation selbstverständlich auf dem Laufenden halten.



