
Mein Name ist 007, SKX007 | MONTREDO

„Sumo“, „Samurai“, „Monster“, „Turtle“: Seikos Taucheruhren erfreuen sich in bestimmten Kreisen großer Beliebtheit, und diese treuen Fans haben den Uhren im Laufe der Jahre zahlreiche Spitznamen gegeben. Doch zwei absolute Klassiker der preisgünstigen Taucheruhren-Reihe sind so berühmt, dass sie keinen Spitznamen benötigen, da jeder die Referenznummer sofort erkennt – die SKX007 in Schwarz und die SKX009 in den sogenannten „Pepsi“-Farben (blau-Rot). Heute werfen wir einen genaueren Blick auf diese Klassiker, die seit über 20 Jahren auf dem Markt sind – und das wird auch so bleiben.

Immer weiter und weiter und weiter und weiter…
Uhrwerk" width="671" height="681">In letzter Zeit haben wir viele Neu Seiko-Modelle gesehen, insbesondere im Bereich der Taucheruhren, oft im hohen drei- bis vierstelligen Preisbereich. Die beiden SKX-Modelle kamen 1996 auf den Markt, zu einer Zeit, als man von Seiko so etwas noch nicht erwartet hätte.
Die beiden Uhren sind preiswerte Arbeitstiere, und das eingebaute Uhrwerk 7S26, das erstmals in diesen Uhren zum Einsatz kam, war damals nicht besonders bahnbrechend: Man kann den Sekundenzeiger nicht anhalten, um die Uhr perfekt einzustellen – es gibt also keine Stoppfunktion –, und man kann die Uhr nicht von Hand aufziehen; das übernimmt ausschließlich der Rotor des Automatikwerks. Man würde ohnehin nicht erwarten, dass man die Uhr perfekt einstellt, da sie bei vielen Modellen eine Abweichung von bis zu 30 Sekunden pro Tag aufweisen kann.

Das klingt natürlich auf den ersten Blick nicht besonders einladend, hat aber seinen Grund: Das Uhrwerk wurde mit der Idee entwickelt, dass man die Uhr 10 oder 20 Jahre lang ohne Revision (Reinigung und Reparatur des Uhrwerk) tragen und dann erst austauschen kann. Jedes Bauteil ist daher auf maximale Langlebigkeit ausgelegt, und die Uhr hält dieses Versprechen tatsächlich ein.
Eine fast unendliche Vielfalt aus nur 2 Modellen

Für viele Menschen ist das Design der Uhr noch überzeugender: Ein Durchmesser von 42 mm ist für eine Alltagsuhr viel, aber für eine Taucheruhr (und mit einer Wasserdichtigkeit von 200 m verdient sie diesen Namen wirklich) erscheint er durchaus angemessen, zumal größere Uhren derzeit ohnehin im Trend liegen. Das Zifferblatt, das dank der großzügigen Verwendung von Leuchtmasse hervorragend ablesbar ist, und die Zeiger, die ebenfalls mit Leuchtmasse beschichtet sind, ergeben zusammen ein schlichtes, aber sehr harmonisches Gesamtbild. Uhrenfreunde sind von dieser Grundausstattung nicht allzu begeistert, und es gibt eine riesige sogenannte Modder-Community, die alle möglichen Änderungen an der Uhr vornimmt: andere Lünette, anderes Zifferblatt, sogar der Umbau auf das modernere 4R36Uhrwerk ist möglich. Selbst der Austausch des Hardlex-Mineralglases durch ein kratzfestes Saphirglas hat seine Anhängerschaft.

Mit Straßenpreisen unter 400 € ist diese Uhr ein absolutes Schnäppchen. Auch weil sie nicht allzu teuer ist, kann sie eine lohnende Basis für Modifikationen sein. Der einzige Haken im Jahr 2020 ist die Verfügbarkeit: Letztes Jahr, nach mehreren Jahren wilder Gerüchte, wurde der Albtraum vieler Fans wahr: Die Produktion des Uhrwerk und damit der Uhr wurde endgültig eingestellt. Zwar sind noch Neu Exemplare erhältlich, doch das wird sich sicherlich bald ändern. Da diese Uhr für viele jedoch das „Einstiegsmodell“ ist, wird sie wahrscheinlich noch lange Zeit auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sein.
Wenn Sie sich jetzt eine SKX007/9 zulegen möchten, aber keine finden können, können Sie auch einen Blick auf Seikos Neu Sportserie (neuer Tab) werfen, die fast zeitgleich mit der Einstellung der SKX angekündigt wurde und einen würdigen Ersatz verspricht. Mit der „nur“ 100-Meter-Wasserdichtigkeit kommen die meisten „Schreibtischtaucher“ sicherlich gut zurecht.



